Grindr-CEO George Arison hat angekündigt, dass das Unternehmen sein Premiumangebot umfassend ausbauen will. Der Dienst bereitet die Einführung eines Produkts vor, das rund 350 US-Dollar pro Monat kosten wird, sowie eines noch teureren „Luxusangebots“, das als exklusiver Social Club für wohlhabende schwule Männer konzipiert ist. Laut Arison besteht sein übergeordnetes Ziel darin, „die Zahlungsbereitschaft der Menschen für mehr Dienstleistungen und Produkte zu nutzen, statt sich nur auf Dating zu beschränken“. Dazu schreibt The Financial Times.
Warum will die App ihre Nutzer dazu bringen, mehr zu bezahlen?
Grindr baute sein Geschäft ursprünglich darauf auf, Männern kostenlos dabei zu helfen, einander zu finden. Inzwischen sieht die Unternehmensführung jedoch ein enormes, bislang ungenutztes Potenzial darin, die zahlungskräftigsten Kunden stärker zu monetarisieren.
Nach Schätzungen von Analysten bei Morgan Stanley, Grindr verdient pro Nutzer 30 % weniger als seine wichtigsten Konkurrenten. Во втором квартале 2026 года платными услугами пользовались лишь около 9% аудитории приложения (1,4 миллиона платящих пользователей из 15 миллионов активных в месяц). Арисон делает ставку на то, что люди с высоким доходом, которые крайне дорожат своим временем, готовы платить крупные суммы за поиск долгосрочных отношений.
Wie werden die neuen VIP-Dienste aussehen?
Arison, der das Unternehmen seit 2022 leitet, entwickelt mehrere Initiativen für Menschen, die eine individuelle Betreuung suchen:
- Das Produkt Edge. Es wird bereits in einigen Städten öffentlich getestet. Je nach Region kann es mehrere Hundert Dollar pro Monat kosten, und das wichtigste Merkmal ist der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI), die dabei hilft, das Profil zu optimieren und die am besten passenden Partner vorzuschlagen.
- Luxusservice („Produkt für luxuriösen Lifestyle und exklusive Erlebnisse“). Der Grindr-Chef wollte den konkreten Preis dieses Abonnements nicht nennen, warnte jedoch: „Es wird sehr teuer sein.“
Dabei wird die kostenlose Basisfunktionalität weiterhin das Fundament von Grindr bilden.
Wie behauptet sich Grindr in einem Markt, in dem Dating-Apps an Beliebtheit verlieren?
Erstaunlich gut. Während die Kennzahlen seiner wichtigsten Konkurrenten – Tinder und Bumble – rückläufig sind, verzeichnet Grindr ein stetiges Wachstum seiner Nutzerbasis.
Die Anleger bewerten diese Ergebnisse positiv: In den vergangenen sechs Monaten ist die Aktie des Unternehmens um etwa ein Drittel gestiegen. Dazu trug auch bei, dass Morgan Stanley die Grindr-Aktie auf „Overweight“ hochstufte und das Unternehmen selbst seine Jahresprognosen anhob. Für das Gesamtjahr rechnet der Dienst mit einem Umsatz von mindestens $540 Mio. und einem bereinigten Gewinn von mindestens $232 Mio..
Aber gibt es dennoch Probleme?
Ja, und das größte davon hängt mit der staatlichen Regulierung zusammen. George Arison übte scharfe Kritik an der britischen Gesetz zur Online-Sicherheit (Online Safety Act), das Plattformen dazu verpflichtet, das Alter der Nutzer zu überprüfen, bevor diese auf Inhalte für Erwachsene zugreifen können.
Arison zufolge hat dieses Gesetz bereits einen Teil der Nutzerschaft im Vereinigten Königreich abgeschreckt, da die Menschen befürchten, deanonymisiert und gegen ihren Willen geoutet zu werden. Der Unternehmenschef bezeichnete diese Entwicklung als „schrecklich“ und fügte hinzu, er habe mit örtlichen Abgeordneten gesprochen, die offenbar selbst nicht vollständig verstanden hätten, wie sich das verabschiedete Gesetz auf Apps auswirken werde. Arison betont, dass eine Altersverifizierung bei Minderjährigen notwendig sei, sie jedoch auf Ebene der App-Stores (App Store und Google Play) erfolgen müsse und nicht von den Dating-Diensten selbst durchgeführt werden dürfe, um die Privatsphäre der Nutzer nicht zu gefährden.
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