“Langfristige Enthaltsamkeit reduziert den Penis – Ärzte haben bewiesen, dass die Weigerung von Sex die Gesundheit beeinträchtigen kann." Solche Nachrichten erschienen in einer millionenschweren Community auf Telegram.

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Die Autoren schreiben, dass Ein Monat ohne Sex Erhöht das Stress- und Angstniveau, was zu Depressionen führen kann.
Ein Jahr ohne Intimität – Verlust des Interesses an Sex und der Fähigkeit zum Genießen.
Fünf Jahre oder mehr – es gibt eine Abnahme der Genitalien.
Die Autoren weisen außerdem darauf hin, dass die Hauptgefahr der langfristigen Enthaltsamkeit darin besteht, dass sie die Risiko, an Prostatakrebs zu erkranken.
Nachrichten dieser Art scheinen sensationell und provokativ zu sein, aber ihre Zuverlässigkeit ist äußerst zweifelhaft. Lassen Sie uns das Punkt für Punkt aufschlüsseln, basierend auf wissenschaftlicher Forschung und Medizin.
"Ein Monat ohne Sex – das Stress- und Angstlevel nimmt zu."
Sex und Intimität können tatsächlich helfen, Stress zu reduzieren, indem sie Hormone wie Oxytocin und Endorphine freisetzen. Die Behauptung, dass Enthaltsamkeit eindeutig Depressionen verursacht oder Angst erhöht, wird jedoch nicht durch medizinische Evidenz gestützt. Das Stressniveau hängt von vielen Faktoren ab, darunter das gesamte körperliche und psychische Umfeld, nicht nur vom Sex.
"Ein Jahr ohne Intimität – Verlust des Interesses an Sex und der Fähigkeit zu genießen"
Das ist teilweise wahr, aber einzeln. Bei manchen Menschen kann bei längerer Enthaltsamkeit die Libido (das Interesse an Sex) sinken, aber das bedeutet nicht, dass die Fähigkeit, Vergnügen zu empfinden, für immer verschwindet. In der Regel können Libido und sexuelle Aktivitäten wiederhergestellt werden, wenn enge Beziehungen oder sexueller Kontakt wieder aufgenommen werden.
"Fünf Jahre oder mehr – es gibt eine Verringerung der Genitalien"
Diese Aussage ist ein Mythos. Es gibt keine glaubwürdigen wissenschaftlichen Belege oder Forschungen, dass längere Enthaltsamkeit eine körperliche Penisschrumpfung verursacht. Die Größe des Penis hängt nicht von der sexuellen Aktivität ab.

"Langfristige Enthaltsamkeit erhöht das Risiko für Prostatakrebs"
Studien zeigen, dass regelmäßige Ejakulation (sei es durch Geschlechtsverkehr oder Masturbation) das Risiko für Prostatakrebs bei Männern senken kann. Abstinenz an sich ist jedoch keine direkte Ursache für die Entwicklung von Krebs, und der Zusammenhang ist statistisch, nicht kausal.
"Regelmäßige sexuelle Aktivität verbessert die Gehirnfunktion und verringert die Wahrscheinlichkeit schwerer Krankheiten"
Ja, in bestimmten Aspekten ist das durch die Wissenschaft bestätigt. Sex fördert die Freisetzung von für den Körper nützlichen Hormonen und verbessert die Durchblutung. Diese Effekte können jedoch auch durch körperliche Aktivität und andere gesunde Gewohnheiten erreicht werden.
Viele der Informationen, die in der millionenschweren russischen Telegram-Community bereitgestellt werden, basieren nicht auf wissenschaftlichen Daten und sind eine sensationslustige Interpretation. Regelmäßiger Sex ist gut für die Gesundheit, aber sein Fehlen führt nicht zu katastrophalen Folgen.
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