In der neuen Ausgabe von „Gay-Chat“ diskutiert Oleg gemeinsam mit seinen Gästen Kirill, Borja und Dima das größte Problem von Auswanderern: Warum Gay-Partys in den USA wie ein „Kolchos“ sind, in dem man weder den Sound richtig einstellen noch passende Musik auswählen oder eine Show auf die Beine stellen kann. Die Teilnehmer streiten darüber, warum selbst den legendären Clubs in Miami die „Atmosphäre“ fehlt, berichten von ihren Erfahrungen mit gemeinsamen Finanzen in einer Beziehung und gehen der Frage nach, warum russische Gay-Clubs beim Service oft die Nase vorn haben (selbst trotz ihres zweifelhaften Rufs). Außerdem gibt es einen kurzen Crashkurs für alle, die noch immer nicht wissen, wie Absprachen in modernen offenen Beziehungen funktionieren.
Wichtiger Hinweis der Redaktion. Die im Video bereitgestellten Informationen über Medikamente und deren Einnahmeschemata dienen ausschließlich zu Informationszwecken. Vor der Einnahme jeglicher Arzneimittel (einschließlich Doxycyclin zur Notfallprophylaxe Doxy-PEP) unbedingt einen Arzt. Die eigenmächtige Behandlung mit Antibiotika ohne ärztliche Aufsicht kann Ihrer Gesundheit schaden, Nebenwirkungen verursachen und dazu führen, dass Bakterien Resistenzen gegen die Medikamente entwickeln.
Warum werden amerikanische Gay-Clubs als „Kolchose“ bezeichnet?
Einer der Podcast-Gäste, Borja, der über langjährige Berufserfahrung in russischen Gay-Clubs verfügt, äußerte sich äußerst kritisch über die Vergnügungslokale in den USA, insbesondere in Miami und New York. Seiner Ansicht nach ist die amerikanische Branche der russischen in vielerlei Hinsicht unterlegen:
Schlechtes Management und chaotische Preise: Die Clubs werden häufig von einer einzigen Person geleitet, die Speisekarte ist fehlerhaft zusammengestellt und die Preisgestaltung wirkt unlogisch – so kann beispielsweise ein Whisky-Cola günstiger sein als ein Bier.
Technische Mängel: Die Lokale sind schmutzig, die Beleuchtung ist unprofessionell eingestellt und die hohen Tonfrequenzen „schneiden“ den Gästen buchstäblich ins Gehör.
Probleme mit Shows und Künstlern: Während die Shows in Moskau für hochwertiges Make-up, anspruchsvolle Choreografien und durchdachte Kostüme bekannt waren, dauern Drag-Performances in amerikanischen Clubs oft nur wenige Sekunden. Anschließend sammeln die Künstler einfach Geld im Saal ein und treten dabei in „stinkenden Kleidern“ auf.
Fehlende Konzepte: Während russische Clubs auf Abwechslung setzten (zum Beispiel montags Karaoke, dienstags Disco und mittwochs Bingo), spielen in den USA fast alle Clubs dieselbe monotone „Festivalmusik“ und bieten keine exklusiven Konzepte.
„Grünes Licht“ fürs Fremdgehen und ein gemeinsames Budget: Wie funktioniert eine Ehe nach 15 gemeinsamen Jahren?
Die Teilnehmer der Folge befassten sich ausführlich mit der Psychologie moderner Beziehungen und des Zusammenlebens. Borja verriet die Regeln seiner langjährigen Ehe:
Die Eheleute führen eine offene Ehe. Allerdings darf der Partner nur dann zu einem Date gehen, wenn Borja seine Zustimmung („grünes Licht“) gibt. Borja räumt ein, dass er dank seines guten visuellen Gedächtnisses aus seiner Zeit in den Clubs viele potenzielle Partner vom Sehen kennt und seinem Mann ein Treffen verweigern kann, wenn ihm jemand verdächtig oder gefährlich erscheint.
Die Eheleute haben ein vollständig gemeinsames Bankkonto. Sie sind der Ansicht, dass Einkommensunterschiede bei aufrichtiger Liebe kein Grund für Meinungsverschiedenheiten sein sollten.
Ein anderer Teilnehmer der Folge berichtete von traumatischen Erfahrungen aus einer früheren Beziehung, in der sein Partner deutlich mehr verdiente und ständig teure Dinge und Autos kaufte. Dadurch entstand ein starkes Gefühl von Abhängigkeit und Kontrolle – so sehr, dass er geschenkte Geräte heimlich im Apple Store zurückgab, um sich das Geld auf seine Karte erstatten zu lassen und sich finanziell unabhängig zu fühlen.
Sexpartys statt Bars und Darkrooms in Brasilien
Die Moderatoren stellten fest, dass in den vergangenen fünf Jahren in New York eine enorme Zahl von Sexpartys eröffnet wurde, weshalb viele schwule Communitys klassische Bars mit Getränken und Dragshows mittlerweile völlig links liegen lassen.
Außerdem erinnerten sich die Teilnehmer an die Gestaltung sogenannter „Darkrooms“ (dark rooms):
Im legendären Moskauer Club „Drei Affen“ führte der Eingang zum Darkroom direkt aus der Toilette im Erdgeschoss hinein, während der Ausgang zurück auf die Tanzfläche führte.
In Brasilien sind riesige zwei- und dreistöckige Clubs mit geräumigen Darkrooms beliebt, in denen sich die Gäste nur in Unterwäsche aufhalten dürfen.
Borja schlug eine Geschäftslösung für Clubs vor: Zutritt zum Darkroom sollte es nur mit speziellen Armbändern geben, die beim Kauf eines Getränks an der Bar ausgegeben werden. So ließe sich verhindern, dass Menschen ausschließlich wegen kostenlosen Sexes in den Club kommen.
Doxy-PEP: Wie kann man sich nach ungeschütztem Sex schützen?
Ein wichtiger Teil der Diskussion war die Prävention sexuell übertragbarer Infektionen (STI). Die Teilnehmer erörterten das Einnahmeschema für Doxycyclin als Notfall-Postexpositionsprophylaxe (Doxy-PEP):
Bei ungeschütztem Sex wird empfohlen, zwei Doxycyclin-Tabletten einzunehmen innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Kontakt (vorzugsweise am ersten Tag, die Einnahme ist jedoch noch bis zu 72 Stunden danach möglich).
In den USA werden solche Präventionsmedikamente häufig vollständig von der Krankenversicherung übernommen, während man sie in Russland meist selbst und auf Rezept in der Apotheke kaufen muss. Die Moderatoren betonten, dass diese Methode die Bedeutung der Verwendung herkömmlicher Kondome nicht mindert.
Wichtiger Hinweis der Redaktion. Die in diesem Beitrag enthaltenen Informationen über Medikamente und Einnahmeschemata dienen ausschließlich der allgemeinen Information. Konsultieren Sie vor der Einnahme jeglicher Arzneimittel (einschließlich Doxycyclin zur Doxy-PEP-Notfallprophylaxe) unbedingt einen Arzt. Die eigenmächtige Behandlung mit Antibiotika ohne ärztliche Aufsicht kann Ihrer Gesundheit schaden, Nebenwirkungen verursachen und dazu führen, dass Bakterien Resistenzen gegen die Medikamente entwickeln.
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