Schutz der Beklagten des ersten Strafverfahrens in Russland "über die Organisation der Aktivitäten der LGBT-Extremistengemeinschaft" legte gegen das Urteil Berufung ein. Die Anwälte äußerten ihre Unzufriedenheit mit der Entscheidung des Zentralen Bezirksgerichts Orenburg, das zuvor den Angestellten der örtlichen Anwaltschaft echte Haftstrafen zugesprochen hatte.
Dieser Fall war der erste Prozess dieser Art nach Anerkennung durch den Obersten Gerichtshof der Russischen Föderation "internationale LGBT-Bewegung" Extremist. Die Entscheidung der Berufungsinstanz wird zeigen, wie die neue gerichtliche Praxis in Bezug auf Unterhaltungsstätten und deren Personal angewandt wird.
Das Wesentliche der Anklagepunkte und das Urteil
Die Untersuchung betrachtete die übliche Arbeit des Nachtclubs als "Verbrechen": Personal rekrutieren, Partys mit Dragshows veranstalten und Videos und Fotos in sozialen Netzwerken veröffentlichen, die angeblich "unkonventionelle Beziehungen förderten".
Die Fallunterlagen betonten separat die sexuelle Orientierung der Angeklagten. So gaben Ermittler Diana Kamilianovas Orientierung öffentlich und gaben dies in offiziellen Dokumenten an, was zu Problemen mit ihren Verwandten führte. Zu den materiellen Beweisen der Schuld gehörten Laptops, Smartphones, Bühnenbekleidung, Perücken und falsche Brüste.
Gericht am 29. Juni Hergestellt ein Schuldspruch, der die Angeklagten zu Haftstrafen von zwei Jahren und drei Monaten bis zu sieben Jahren in einer allgemeinen Kolonie des Regimes verurteilt.
Am 29. Juni befand ein Gericht drei Mitarbeiter der Orenburger Anwaltschaft Pose für schuldig, die Aktivitäten einer "extremistischen Organisation" organisiert und daran teilgenommen zu haben (Artikel 282.2 des Strafgesetzbuches der Russischen Föderation).
- Wjatscheslaw Chasanow (Clubbesitzer) — 7 Jahre Allgemeine Regimekolonien. Etwa eine Million Rubel wurden ihm ebenfalls entzogen, was das Gericht als "Einkommen aus extremistischen Aktivitäten" betrachtete.
- Diana Kamilianova (Administrator) — 6 Jahre und 3 Monate Kolonie.
- Alexander Klimov (künstlerischer Leiter) — 2 Jahre und 3 Monate Kolonie.
Alle drei wurden im Gerichtssaal festgenommen. Neben der Inhaftierung war ihnen die Ausübung von Verwaltungspositionen im Bereich Catering und Unterhaltung untersagt. Das Memorial Human Rights Project hatte sie zuvor als politische Gefangene anerkannt.
Wie verlief die Verfolgung?
Der erste Einsatz in Pose fand am 9. März 2024 statt. Daran nahmen Polizei, Bereitschaftspolizei und Aktivisten der nationalistischen Organisation "Russische Gemeinschaft" teil. Augenzeugen zufolge verhielten sich die Sicherheitskräfte äußerst aggressiv: Besucher und Mitarbeiter wurden mit dem Gesicht nach unten auf den Boden gelegt, geschlagen und beleidigt.
Später veröffentlichten mit den Sicherheitskräften verbundene Telegrammkanäle Aufnahmen der Razzia, die die Gesichter halbnackter Besucher und Künstler zeigten. Die Clubmitarbeiter selbst betonten, dass Pose der "letzte freie Ort" in der Stadt sei, wo Gesichtskontrolle nur aggressiven Menschen ausschaltete und nicht diejenigen, die "nicht in die Standards passen".
Dieser Fall war der erste, nachdem der Oberste Gerichtshof der Russischen Föderation im November 2023 die nicht existierende "internationale LGBT-Bewegung" zu einer extremistischen Organisation erklärte und deren Aktivitäten verboten hatte.
- Gleichzeitig prüfen die Gerichte Fälle von "Propaganda" gegen Fernsehsender und Einzelpersonen, zum Beispiel wurde in St. Petersburg eine Person für die Durchführung einer Hochzeitszeremonie für transgender Personen bestraft.
- По данным правозащитников, после запрета «движения» 94% ЛГБТ-людей в России начали скрывать свою идентичность, а число случаев шантажа и вымогательства в отношении геев выросло в десятки раз. Как говорят бывшие сотрудники клуба Pose, теперь россиянам наглядно показали: «быть самим собой опасно».


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