Ein großer Skandal braut sich bei der Weltmeisterschaft in den Vereinigten Staaten zusammen: Das Gruppenspiel zwischen den Nationalmannschaften Irans und Ägyptens wird offiziell als "Pride Match" erklärt, das der Unterstützung der LGBT-Gemeinschaft gewidmet ist. Beide Länder, in denen Homosexualität gesetzlich verfolgt wird, protestierten heftig, doch die FIFA weigerte sich, Zugeständnisse zu machen.
Das Organisationskomitee von Seattle kündigte noch vor der Auslosung an, dass das Spiel, das für den 26. Juni (Morgen des 27. Juni Moskauer Zeit) angesetzt ist, LGBT-Themen gewidmet sein wird. Nach der Aufteilung der Teams stellte sich heraus, dass an diesem Tag Iran und Ägypten in der dritten Runde der Gruppe G aufeinandertreffen werden.
Trotz des Status der Teilnehmer bestätigte die FIFA, dass das Spielformat unverändert bleibt. Die Organisation bezog sich auf die Prinzipien von Inklusivität und Respekt, die nicht an die Anforderungen einzelner Bundesstaaten angepasst werden können.
Warum sind Iran und Ägypten dagegen?
Die Fußballverbände beider Länder haben offizielle Appelle an die FIFA gesendet. Die Argumente der Parteien sind wie folgt:
Kulturelle Werte: Der ägyptische Fußballverband erklärte, dass solche Ereignisse den religiösen und kulturellen Grundlagen ihres Landes direkt widersprechen.
Politischer Subtext: Der Vorsitzende des iranischen Fußballverbands, Mehdi Taj, bezeichnete die Entscheidung der FIFA als einen "irrationalen Schritt", der nur eine bestimmte Gruppe von Menschen unterstützt.
Gesetzgeberische Hürde: In Ägypten sind gleichgeschlechtliche Beziehungen verboten, aber im Iran ist sie erlaubt Todesstrafe.
Der Iran legte außerdem eine Liste von zehn Bedingungen für die Teilnahme an der Weltmeisterschaft vor, darunter ein striktes Verbot jeglicher Demonstration von LGBT-Symbolen.
Wie genau wird das Pride-Match stattfinden?
Die Organisatoren in Seattle beabsichtigen ihre Pläne nicht aufzugeben. Thematische Symbole werden im Stadion verwendet, und Fans dürfen offiziell Regenbogenflaggen mitbringen.
Die wichtigsten Änderungen werden auch die Spieler selbst betreffen:
- Teamkapitäne müssen spezielle Kleidungsstücke tragen Kapitänsbinden.
- Vor Spielbeginn werden thematische Symbole demonstriert.
- Feierlichkeiten und Ausstellungen zur Ehre der LGBT-Geschichte finden in ganz Seattle statt.
Eric Wahl, Mitglied des Seattle Pride Match Advisory Committee, betonte, dass diese Veranstaltungen Teil der lokalen Kultur sind, die die Auswärtsteams respektieren sollten. "Die Präsenz von Pride-Flaggen im Stadion ist typisch für Seattle", fügte er hinzu.
Warum sieht das wie eine Kursänderung für FIFA aus?
Die Situation in Seattle steht in starkem Gegensatz zu dem, was bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar geschah. Damals hingegen verbot die FIFA Spielern (insbesondere den Nationalmannschaften von England und Wales) das Tragen von Armbinden OneLove, und drohte damit mit gelben Karten. In Katar, wie auch in den aktuellen Ländern des Konflikts, sind gleichgeschlechtliche Ehen und Beziehungen gesetzlich verboten.
Menschenrechtsaktivisten und Organisatoren weisen darauf hin, dass, wenn westliche Teams in Katar aufgefordert wurden, "die lokale Kultur zu respektieren", 2026 bereits eine ähnliche Anforderung an Iran und Ägypten in Bezug auf die Kultur der Vereinigten Staaten gestellt wird.
0 Kommentare
Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein — wir senden Ihnen einen Einmalcode. Ohne Passwörter und Konten.
Code gesendet an
Wenn die E-Mail nicht innerhalb weniger Minuten in Ihrem Posteingang erscheint, überprüfen Sie Ihren Spam-, Spam- oder Promotions-Ordner, da manche E-Mail-Dienste versehentlich automatisierte Nachrichten dort platzieren