Wir sprechen von den Projekten "Guys Plus" und "Moskauer Gemeindezentrum für LGBT-Initiativen". Beide Organisationen erklärten, sie würden ihre Arbeit fortsetzen.
Das Bezirksgericht Zavodskoy der Region Oryol bestätigte die Klage des Justizministeriums der Russischen Föderation und erkannte das LGBTQ-Medienprojekt "Guys Plus" als "extremistische Organisation" an. Das Projekt, das seit 2008 in Russland betrieben wird, kündigte an, gegen diese Entscheidung Berufung einzulegen, und beabsichtigt nicht, seine Aktivitäten einzustellen.
Gründe für eine Gerichtsentscheidung Laut der Stellungnahme des Projektteams wurde dem Fallmaterial eine Untersuchung beigefügt, in der Folgendes als "Beweis für Extremismus" bezeichnet wurden:
- Geschichten von queeren Menschen aus verschiedenen Regionen Russlands;
- Beiträge über Selbstakzeptanz und Inhalte über LGBTQ-Familien
- Überwachung von Diskriminierungsfällen;
- Aufnahme eines Webinars mit einem Anwalt und einem Psychologen zum Recht über "LGBTQ-Propaganda".
Experten betrachteten zudem Berichte über Verletzungen der Rechte von LGBTQ-Personen als "feindliche Aktivitäten gegen Russland".
Geschichte und Aktivitäten des Projekts "Guys Plus" wurde vor fast 18 Jahren von Mitarbeitern öffentlicher Organisationen ins Leben gerufen. Die Hauptbereiche des Projekts sind:
- sexuelle und psychische Gesundheit, einschließlich des Lebens mit HIV;
- familiäre Beziehungen und Sicherheit in der Gemeinschaft;
- Durchführung von Beratungen und Selbsthilfegruppen.
Derzeit wird das Projekt von den größten LGBTQ-Medien Russlands produziert.
Teamreaktion Der Chefredakteur des Projekts, Yevgeny Pisemsky, sagte, der Staat halte die Wahrheit über LGBT-Personen für gefährlicher als jede Propaganda. "Wenn der Staat zu extremistischen Personen erklärt, die über Liebe, Rechte und psychische Gesundheit schreiben, gibt er im Grunde zu, dass die Wahrheit über LGBT-Personen für ihn gefährlicher ist als jede Propaganda", betonte er.
Eine ähnliche Position Hält sich an das Team des Moskauer Gemeindezentrums für LGBT-Initiativen. Im Februar 2022 wurde das Projekt als "ausländischer Agent" anerkannt. Das Zentrum wurde 2015 gegründet – es bietet rechtliche und psychologische Unterstützung für LGBTQ-Personen an, organisiert Treffen, Vorträge, Selbsthilfegruppen, Workshops sowie andere Bildungs- und Unterhaltungsveranstaltungen.
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