In den Vereinigten Staaten wurde die "historische Ungerechtigkeit" von vor vierzig Jahren korrigiert. NYC Schwulenchor sprach als Headliner auf einer Konferenz der American Association of Choral Conductors (ACDA), derselben Organisation, die dem Ensemble 1984 das Recht verweigerte, offiziell nach seinem Namen genannt zu werden. Dazu Berichte ABC News.
1984 bestand der Chor erfolgreich das "Blind Audition", um an der renommierten ACDA-Konferenz teilzunehmen. Als jedoch die Führung der Vereinigung herausfand, dass im Namen der Gruppe das Wort "gay" stand, wurde den Musikern verboten, unter ihrem eigenen Namen aufzutreten. Die Teilnehmer erinnern sich daran als einen "Schlag ins Gesicht": Ihnen wurde unverblümt gesagt, dass niemand wissen dürfe, wer sie seien. Am Ende trat der Chor weiterhin auf, doch sein Name wurde aus den Veröffentlichungen des National Choral Magazine gestrichen, und die Beziehungen zwischen den Organisationen blieben jahrzehntelang verschlechtert.
Die Initiatorin der Versöhnung war eine ACDA-Vertreterin namens Amanda. Sie erklärte, ihr Ziel sei es, "zu heilen" und den Chor wieder in eine Verbindung zu bringen, in der ihr Talent bewundert werden könne. Ihr zufolge war diese Anerkennung in erster Linie von der Vereinigung selbst notwendig.
In diesem Jahr wurde der New York Gay Choir eingeladen, die Veranstaltung anzuführen. Sie wurden vom Gewinner des Preises begleitet Grammy Awards Scott Hoying, der das Originallied "Never Go" eigens für diesen Anlass schrieb.
Der Autor des Liedes, Scott Hoying, betonte, dass queere Menschen im Laufe der Geschichte existiert haben und jeder Versuch, sie zu "auslöschen", ein aussichtsloser Kampf sei.
Für die Chormitglieder selbst wurde die Möglichkeit, offen und freudig zu singen, zu einer Form des Protests. "Ohne Scham zu sprechen heißt, der Welt zu widerstehen, die uns einst sagte, wir sollen uns verstecken", stellte das Team fest. 40 Jahre später kehrte der Chor auf dieselbe Bühne zurück, um an Menschlichkeit und Harmonie zu erinnern.


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