In diesem Jahr läuft der Eurovision Song Contest Gefahr, nicht wegen der Lieder, sondern wegen des beispiellosen Ausmaßes an politischer Spannung in die Geschichte einzugehen. Musikexperten nennen den aktuellen Wettbewerb den skandalössten der letzten sieben Jahrzehnte. Die Zahl der teilnehmenden Länder ist in den letzten 23 Jahren auf ein Minimum gesunken: In diesem Jahr sind es nur etwa 35–37 von ihnen. Das Hauptthema der Diskussion war nicht Gesang, sondern Geopolitik, die diesmal alles andere dominiert.
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Der israelische Fall: Boykotte und der Kampf um Stimmen
Das zentrale Diskussionsthema war die Beteiligung Israels. Das ist nicht mehr nur ein musikalisches Problem, sondern ein "separates Spiel", das seit über einem Jahr läuft. Die Situation eskalierte diesmal bis zum Äußersten: Eine Rekordzahl von Ländern rief zum Boykott des israelischen Vertreters auf.
Eine einzigartige Situation hat sich rund um die israelische Beteiligung entwickelt:
Die israelische Regierung ermutigt Anhänger weltweit aktiv, so oft wie möglich für ihr Mitglied (Nama Beton) zu stimmen.
Aufgrund aggressiver Kampagnen, um Stimmen zu betrügen (ähnliche Vorfälle mit Bots wurden zuvor in anderen Ländern, zum Beispiel in Bulgarien, verzeichnet), wurden die Organisatoren dazu gezwungen, Das Wahllimit von 20 auf 10 Mal von einem Gerät zu senken.
Experten glauben, dass trotz der starken Unterstützung des Publikums professionelle nationale Jurys Israel aufgrund politischer Ideologie und des bestehenden Systems der Zusammenzählung wahrscheinlich nicht erlauben werden, Preise zu gewinnen.
Wer ist der Favorit und warum kommt mir das bekannt vor?
Trotz der politischen Stürme machen Buchmacher weiterhin Vorhersagen. Im Moment führt Finnland mit großem Vorsprung. Musikkritiker sind jedoch skeptisch: Die vom finnischen Duo präsentierte Nummer wird als "banal" bezeichnet und erinnert an die Ästhetik russischer Clips vergangener Jahre mit Ventilatoren und fliegendem Sand.
Außerdem gibt es eine merkwürdige Ähnlichkeit: Die Melodie des finnischen Lieblingsliedes erinnert viele an die Komposition von Yulia Savicheva, mit der sie Russland beim Eurovision 2004 vertrat. Dennoch funktioniert für das europäische Publikum eine solche Mischung aus Ironie und vertrauten Klischees immer noch makellos.
"Eurotrash", Pfeifensynthesizer und britische Tricks
Der Eurovision war schon immer ein Spielplatz für exzentrische Darbietungen, und dieses Jahr bildet da keine Ausnahme.
Vereinigtes Königreich
Das Land wird von einem Elektronikingenieur unter einem Pseudonym vertreten Schau, Mama, kein Computer. Er ist bekannt dafür, Synthesizer aus Autoteilen und Eisenrohren aus einem Schrottplatz zusammenzusetzen. Sein Song "Alright" ist eine ironische Antwort auf das "Euro-trash"-Format.
San Marino
Der kleine Staat griff zu einem Trick und lud einen Weltstar als Backgroundsänger ein Boya George. Dies gilt als eine Möglichkeit, die Stimmen britischer Fans zu gewinnen, die nicht für ihren offiziellen Vertreter stimmen können, aber das Idol gerne durch die Delegation eines anderen Landes unterstützen.
Australien
Es wird von der berühmten Sängerin Delta Goodrem präsentiert, deren Nummer im klassischen "Schwedisch-Griechisch"-Format aufgeführt wird, das als ideal für diesen Wettbewerb gilt.
Griechenland
Geopolitik ohne Russland und Belarus
Geopolitische Veränderungen wirkten sich direkt auf die Zusammensetzung der Teilnehmer aus. Die Europäische Rundfunkunion (EBU) hat russische und belarussische Rundfunkanstalten ausgeschlossen, sodass deren Vertreter sich nicht mehr für die Teilnahme am Wettbewerb qualifizieren können. Wenn früher die russische Präsenz als wichtiger Faktor für das Publikum und das Image des Wettbewerbs galt, jetzt Die Hauptintrige verlagerte sich auf andere Konflikte und deren Einfluss auf den Endtisch.
Was kommt als Nächstes?
Trotz aller internen Krisen wird das Format weiterhin erweitert. Quellen erwähnen, dass ein Start für dieses Jahr geplant ist Asiatische Version des Eurovision Song Contest. Der Wettbewerb bleibt eine "schicke Tribüne" für die Staats-PR, und laut Experten wird nach der musikalischen Diskussion ein Finale stattfinden, in dem "es eine Politik geben wird."
Das Finale des Wettbewerbs findet am Samstag statt. In Abwesenheit offizieller russischer Kommentatoren planen Musikjournalisten wie Boris Barabanow alternative Sendungen für diejenigen, die die Sendung mit professioneller Analyse verfolgen wollen.
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