Pillion, ein provokanter und zugleich berührender Film unter der Regie von Harry Lighton, in dem Harry-Potter-Star Harry Melling und Alexander Skarsgård die Grenzen von Vertrauen, Macht und Verletzlichkeit erforschen.
Wir haben gelernt Interview Schauspieler für die Viva! Ukraine und erzählen Ihnen, wie der "Töpferjunge" zu einem mutigen dramatischen Künstler wurde, warum die Sexszenen in diesem Film unmöglich zu schneiden sind und wie es sich anfühlt, sich wie eine "Tüte Kartoffeln" auf dem Rücksitz eines Motorrads zu fühlen.
Inhaltsverzeichnis
Worum geht es in diesem Film?
Der Titel des Gemäldes lautet «Passagier» - bezeichnet den Fachbegriff für den Rücksitz eines Motorrads und im Kontext der BDSM-Subkultur die submissive Position. Das ist eine Metapher Absolutes Vertrauen: Die Person auf dem Beifahrersitz vertraut ihr Leben buchstäblich der Person an, die das Lenkrad hält.
Mellings Figur, Colin, ist ein ruhiger und ängstlicher Mann, der mit dem Fluss des Lebens schwimmt. Er singt in einem Familienquartett in Pubs, ohne eigene Wünsche oder innere Impulse, bis er Ray (Alexander Skarsgård), den charismatischen Anführer einer Biker-Gang, trifft. Von diesem Moment an beginnt sein Weg der Verwandlung durch Unterwerfung, was ihn paradoxerweise stärker macht.
"Wir schüttelten uns die Hand und stürzten uns gegenseitig."
Harry Melling gibt zu, dass er sofort vom Kontrast des Drehbuchs gefesselt war: Auf einer Seite könnte eine Szene eines gewöhnlichen Familienessens sein, auf der nächsten – etwas Extremes. Die Zusammenarbeit mit Alexander Skarsgård erwies sich als einfach, da es einen ähnlichen Ansatz gab: Die Schauspieler vermieden lange Proben, bevorzugten Improvisation und "im Moment präsent".
"Wir haben uns schon am Set getroffen... Wir mussten sofort die Kampfszene proben, die am nächsten Tag gedreht wurde. Wir haben uns buchstäblich die Hand geschüttelt und angefangen, uns gegenseitig zu werfen", erinnert sich Melling.
BDSM als Teil der Dramaturgie, nicht nur als Provokation
Trotz seiner brutalen Ästhetik ist Pillion in erster Linie eine Geschichte über Erwachsenwerden und Intimität, was ohne die Ablehnung von "Schutzrüstung" unmöglich ist. Melling besteht darauf, dass Sexszenen im Film sind ein zentrales Element der Handlung.
- Realismus statt "Bild": Die Schöpfer strebten nicht danach, die Szenen der Intimität schön aussehen zu lassen; Priorität war Unbeholfenheit und Aufrichtigkeit.
- Untersuchung der Subkultur: Der Schauspieler bereitete sich auf die Rolle vor, indem er mit Mitgliedern des realen queeren Biker-Clubs GBMCC interagierte. Sie waren es, die ihm beibrachten, ein "Passagier" zu sein.
"Es stellte sich als beängstigend heraus: Du vertraust der Person am Steuer vollkommen. Man sagte mir: "Stell dir vor, du bist ein Sack Kartoffeln." Es ist anfangs schwierig, aber man gewöhnt sich mit der Zeit daran", sagt der Schauspieler über seine Erfahrung mit dem Motorradfahren.
Visuelle Transformation
Colins innere Veränderungen werden durch sein Aussehen betont. Zu Beginn des Films hat er lange Haare, ein Symbol seiner Zerbrechlichkeit und Verletzlichkeit. Dann rasiert Ray sie ab, um dem Helden eine neue Identität aufzuzwingen, aber am Ende wählt Colin sein eigenes Bild.
Dieser Weg von "Willenslosigkeit" zur bewussten Wahl eines submissiven Weges war eine Gelegenheit für Melling, eine wirklich komplexe, vielschichtige Figur zu spielen. Im Moment hat der Film bereits beeindruckende Leistungen erhalten 99 % "Frische" auf Rotten Tomatoes.
"Pillion" verspricht, nicht nur ein weiterer Film über BDSM zu werden, sondern eine tiefgehende Studie der menschlichen Psychologie, bei der ein radikaler Rollenwechsel zum Werkzeug wird, um sich selbst zu finden.
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