Moderne belarussische Schriftsteller sind heute echte Rockstars. Herrenmagazin Doberman.media erzählt von fünf stilvollen belarussischen Autoren, von denen es tatsächlich noch viele weitere gibt.
Inhaltsverzeichnis
Victor Martinovich
Viktor Martinovich ist ein Beispiel für erfolgreiche Mainstream-Literatur. Seine Bücher wurden in verschiedene Sprachen übersetzt, neu aufgelegt und 2018 vom Autor signiert Aufgereiht Warteschlange. Martinovich schafft das Bild eines subtilen belarussischen Intellektuellen. Er beherrscht elegante Worte, trägt Jacken und schreibt Romane, die immer wieder zu Streitigkeiten und Diskussionen führen.
2009 veröffentlichte der ehemalige stellvertretende Chefredakteur von Belgazeta seinen ersten Roman "Paranoia", der zu einer Art Prophetik wurde. Es gab Gerüchte, dass das Buch heimlich in den Geschäften in Minsk verboten wurde, aber dafür gibt es keine Bestätigung. Im Oktober 2010 veröffentlichte die New York Review of Books eine Rezension eines Buches des amerikanischen Historikers Timothy Snyder mit dem Titel In Darkest Belarus.
Martinovich hat einen Abschluss in Kunstgeschichte und lehrte an der Staatlichen Universität Jerewan. Der Autor tritt zwar nicht öffentlich auf, aber selbst dieses Schweigen wirkt besonders stilvoll. Letzter Beitrag des Autors Veröffentlicht im September 2023.
Olgierd Bakharevich
Punk, Nonkonformist und vielleicht der wichtigste belarussische Schriftsteller heute. Zuletzt wurde einer der Hauptromane des Autors, "Dogs of Europe", ins Deutsche übersetzt. Bakharevich ist ein intellektueller Ästhet und zugleich ein Rebell. In den 90er Jahren gründete er die Punkrock-Band "Pravakatsiya", und seine Essays trafen stets den Nerv der belarussischen Moderne.

Im Jahr 2014 war der Autor Veröffentlicht der Text "Ganarovaya Hanger", der im belarussischen Kulturfeld für Aufsehen sorgte. Mit seinem Essay ging Bakharevich scharf über bestickte Hemden als Element der Dorfkultur. Der Autor beleidigte die Traditionen nicht, sondern versuchte zu vermitteln, dass Belarus ein europäisches Land ist und seine Kultur viel facettenreicher und tiefgründiger ist als das vereinfachte Klischee des Landes.
Der Stil verrät den Autor nicht nur im Schreiben, sondern auch im Bild. Ein Ohrring im Ohr, ein gepflegter Bart, eine Zigarette in den Händen – all das schafft das Bild eines modernen europäischen Schriftstellers, den man will und auf den man stolz sein sollte. Separat empfehlen wir, ein Abonnement zu abonnieren Facebook Autor: Bakharevich schreibt oft, saftig und es lohnt sich definitiv, ihm zu folgen.
Sasha Filipenko
Ein Reiseschriftsteller sowie seine Bücher, die in großen europäischen Geschäften zu finden sind. Ja, Filipenkos Romane wurden in europäische Sprachen übersetzt, und der Autor selbst erscheint gelegentlich in der Schweizer Presse.
Filipenkos Popularität kam nach der Veröffentlichung seines Debütromans "Ehemaliger Sohn" – Anspielungen auf das moderne Belarus. Darin erzählt er von einem Mann, der nach der Tragödie auf Nemiga 1999 ins Koma fiel. Als er zehn Jahre später aufwachte, stellte er fest, dass das ganze Land mit ihm im Koma lag.
Im Juni 2023 spielte Filippenko Irina Shikhman im Projekt "And to talk?" erzählt über sein Buch "Cremulator", das die Geschichte des ersten sowjetischen Krematoriums erzählt.
Filipenkos Stil ist lakonisch, und seine Romane überschreiten nicht 300 Seiten. Filipenko ist zudem lakonisch im Stil. Er liebt Fußball, was sich auch in seinem Aussehen widerspiegelt. Der Autor sieht aus wie Danny Dyers Figur aus "Football Factory". Makellos, lässig, graues Haar und immer coole Sneaker.
Kirill Staselko
Kirill Staselko sieht nicht nur großartig aus, sondern fördert auch Bücher und belarussische Literatur perfekt. Sie kommuniziert aktiv mit Lesern in sozialen Netzwerken, erstellt Merch und verschiedene interaktive Angebote. Der Autor startete den Podcast "Malus", in dem ehemalige Schauspieler des Kupala Theaters Kunstgeschichten in Form von Produktionen und Lesungen sprechen.
Stellen Sie sich nur die Kreativität des Autors vor. Nach der Veröffentlichung des Romans Marginalis startete der Autor zusammen mit dem InfoGrapher.by-Projekt die Kampagne "Feeling Belarusian". Zitate berühmter belarussischer Autoren wurden in sozialen Netzwerken veröffentlicht, und Leser posteten Selfies mit einem belarussischen Buch, das ihnen gefiel. Staselkas Buch wurde von der Modedesignerin Sasha Varlamov, der Bloggerin Anna Bond, dem Komponisten Eduard Hanok sowie den TV-Moderatoren Evgeny Bulka und Anton Martynenko unterstützt.
Staselko reist viel, lädt alles um sich herum auf und belebt sie. Der 34-jährige Schriftsteller hat vier Bücher veröffentlicht und genießt weiterhin das Leben gemeinsam mit seinen Lesern. Wir empfehlen, die Seite des Autors zu abonnieren in Instagram und den neuen literarischen Bewegungen des Autors folgen.
Maxim Schbankow
Der Hauptrock'n'roller des belarussischen Journalismus, bissig und kompromisslos. Zhbankovs Stil lässt sich nicht separat zerlegen: Er ist eine so integrale und mächtige Figur in der belarussischen Kritik und Literatur.
Zhbankov zerlegt alte Bedeutungen bis auf die Knochen und erschafft neue. Es ist angenehm zu hören und zu lesen. Zhbankovs Stil ist dicht und scharf. Es fühlt sich an, als würde Tom Waits mit dir sprechen, aber deine eigene, belarussische Sprache ist noch angenehmer.
Zhbankov hat zwei Bücher veröffentlicht: "SloMo: Hatnyaya krytyka kulturnaga dyzaynu" und "No style: belkult between Woodstock and Dazhynkamy". Darin seziert er die belarussische Kultur und verteilt Diagnosen über die häusliche Intelligenzija. Diagnosen sind manchmal unangenehm, aber so sollte echte Kritik aussehen: stilvoll, mutig und provokant.
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