Das unabhängige LGBTQ+-Medium Doberman Media hat die erste Version seiner eigenen mobilen App für Android veröffentlicht. Es ist die erste App im russischsprachigen Internet, die für russischsprachige schwule Männer weltweit entwickelt wurde. Darin kann man Artikel lesen und für den Offline-Zugriff speichern, Videos auf der Plattform QueerTube ansehen, Gay-Radio und Podcasts hören sowie Inhalte zur Analyse an ChatGPT, Claude, Gemini oder Grok senden.
Inhaltsverzeichnis
Die App befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. Deshalb weisen wir gleich darauf hin: Dies ist die erste Version, die noch weiterentwickelt wird und technische Fehler enthalten kann. Das Projekt wurde von einem kleinen Team und ohne externe Finanzierung entwickelt, daher ist es jetzt besonders wichtig, Feedback von den Nutzern zu erhalten und herauszufinden, welche Funktionen vorrangig weiterentwickelt werden sollten.
Was die App kann
Der Hauptbildschirm der App sieht wie ein vertrauter Medien-Feed aus: Hier finden sich die neuesten Inhalte von Doberman Media, und die Nutzer können zwischen einer kompakten und einer vollständigen Darstellung der Beiträge wechseln.


Eine der wichtigsten neuen Funktionen, die eigens für die App entwickelt wurde, ist der Offline-Modus. Die neuesten Artikel werden automatisch auf dem Gerät gespeichert und können daher auch ohne Internetverbindung gelesen werden. Die Nutzer können festlegen, wie lange heruntergeladene Inhalte gespeichert werden sollen – zwischen sechs und 72 Stunden.
Zu den Lesezeichen hinzugefügte Artikel bleiben unabhängig von der Speicherdauer des Caches offline verfügbar. So lassen sich interessante Inhalte speichern und später erneut aufrufen, selbst wenn zu diesem Zeitpunkt keine Internetverbindung besteht.
Artikel können mit einer KI besprochen werden
Am Ende der Beiträge gibt es nun spezielle Schaltflächen für die Nutzung beliebter KI-Dienste. Der Link zum Artikel kann an ChatGPT, Claude, Gemini oder Grok gesendet werden.
Beispiel für die Funktionsweise der Funktion in der App
Klicken Sie auf den KI-Assistenten, den Sie täglich nutzen:
Die Idee von Doberman Media besteht nicht nur darin, ein neuronales Netzwerk um eine Zusammenfassung des Textes zu bitten. Speziell dafür konfigurierte Anfragen fordern die KI auf, den Inhalt zu analysieren, zusätzlichen Kontext zu ermitteln und auf weitere Beiträge von Doberman Media zum selben Thema hinzuweisen.
So wird der Artikel zum Ausgangspunkt für eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema und bleibt nicht nur ein einzelner Beitrag im Feed.
Die App bietet Gay-Videos und Gay-Radio
In die App ist ein Pendant zum Dienst QueerTube, über das man Videos, Interviews und eigene Streams befreundeter Blogger ansehen kann. Außerdem gibt es dort Videos, die von der Doberman-Redaktion speziell für die App ausgewählt wurden.


Außerdem wurde ein Radiobereich hinzugefügt, über den die deutschen Sender ON GAY und GAY FM live gehört werden können.
In Russland funktioniert die App nicht ohne VPN
Für Nutzer aus Russland gibt es einen wichtigen Hinweis. Doberman Media ist in der Russischen Föderation gesperrt, daher kann die App ohne Umgehung der Sperre keine ordnungsgemäße Verbindung zu den Servern herstellen.
Damit die App in Russland funktioniert, muss ein VPN aktiviert werden – und zwar direkt auf dem Mobilgerät. Nach dem Aufbau der VPN-Verbindung muss der Internetverkehr des Geräts darüber laufen, damit die App auf die Server von Doberman Media zugreifen kann.
Wenn die App selbst bei aktiviertem VPN keine Verbindung herstellt, empfehlen wir, einen anderen VPN-Dienst auszuprobieren. Der Grund dafür ist, dass auch einzelne VPN-Dienste und deren IP-Adressen gesperrt oder gefiltert werden können. Daher kann ein Dienst funktionieren, während ein anderer nicht funktioniert.
Dies bedeutet nicht, dass die App garantiert mit jedem VPN funktioniert. Der Zugriff hängt davon ab, welche Einschränkungen zum jeweiligen Zeitpunkt gelten und welches VPN verwendet wird.
Nutzer in Russland sollten außerdem eigenverantwortlich die Vorgaben der russischen Gesetzgebung beachten. Doberman Media empfiehlt keine bestimmten VPN-Dienste und kann deren Funktionsfähigkeit nicht garantieren.
Roskomnadsor führt offiziell Verzeichnisse von Internetressourcen, deren Zugang von Telekommunikationsanbietern eingeschränkt wird. Die geltende Gesetzgebung sieht zudem vor, den Zugang zu den in den entsprechenden Verzeichnissen aufgeführten Ressourcen technisch zu beschränken.


Das ist erst der Anfang
Die veröffentlichte Version der App ist noch nicht final. Die App wurde mit begrenzten Ressourcen entwickelt, weshalb die ersten Nutzer sicherlich auf einzelne Unzulänglichkeiten stoßen werden. Einige Funktionen werden noch angepasst, andere kommen erst später hinzu. Mit der Weiterentwicklung des Projekts werden wir nach und nach Fehler beheben und neue Funktionen ergänzen. Daher sollte die erste Version eher als Startpunkt denn als fertiges Produkt betrachtet werden.
Die Android-App ist bereits bei Google Play verfügbar. Download


Und was ist mit dem iPhone?
Eine Version der App für iOS wird ebenfalls entwickelt. iPhone-Nutzer müssen sich noch etwas gedulden: Die Veröffentlichung ist für den Winter, möglicherweise Anfang 2027, geplant.
Bis dahin können Besitzer eines iPhone oder iPad die mobile Version der Website Doberman Media nutzen. Darüber hinaus unterstützt die Website PWA, sodass sie praktisch wie eine eigenständige App auf dem Gerät installiert und über den Startbildschirm genutzt werden kann.
Die Veröffentlichung der iOS-App lässt sich beschleunigen nur durch Spenden.
Die App wurde ohne Fördermittel und externe Finanzierung entwickelt
Doberman Media kommt ohne externe Finanzierung aus und entwickelt sich hauptsächlich dank der Arbeit von Freiwilligen und der eigenen Ressourcen des Teams weiter.
Nun bitten wir unsere Leser direkt um Unterstützung. Spenden werden nicht nur für die Weiterentwicklung der Android-App benötigt, sondern auch, um die iOS-Version schneller bis zur Veröffentlichung zu bringen.
Für ein kleines unabhängiges Medium bedeutet eine mobile App laufende Kosten für Entwicklung, Infrastruktur, Veröffentlichung und Support. Die finanzielle Unterstützung der Leser fließt daher in diesem Fall direkt in neue Funktionen und ermöglicht es, das Projekt weiterzuentwickeln.
Wenn sich die Anwendung als nützlich erweist, schlägt das Team von Doberman Media vor, sie mit einer Spende zu unterstützen. Und falls in der ersten Version etwas noch nicht optimal funktioniert, kann man dies den Entwicklern ebenfalls melden auf [email protected]. Derzeit ist das Feedback der Nutzer für das Projekt mindestens genauso wichtig wie finanzielle Unterstützung.
Die Android-App Doberman Media ist jetzt bei Google Play verfügbar.
App-Sicherheit: Welche Daten wir erheben und warum
Für Doberman Media ist die Sicherheit der Nutzer besonders wichtig. Deshalb wollen wir nicht einfach nur behaupten, dass unsere App sicher ist. Wir sind bereit, die App von unabhängigen Sicherheitsexperten testen und überprüfen zu lassen.
Bei der Entwicklung haben wir uns an einen einfachen Grundsatz gehalten: Die App soll nicht mehr Informationen über den Nutzer erheben, als für ihren Betrieb tatsächlich erforderlich sind.
Doberman Media fordert vom Nutzer keine personenbezogenen Daten für die Verwendung der App an. Die App fordert keine riskanten Berechtigungen an, wie etwa Zugriff auf Standort, Kontakte, Kamera, Mikrofon oder Gerätespeicher.
Wie alle modernen mobilen Apps erfasst sie jedoch technische Informationen, die für den Betrieb und die Analyse der Produktstabilität erforderlich sind. Dazu gehören insbesondere Analysedaten zur Nutzung der App, zum Gerätemodell und zur Android-Version. Diese Daten dienen vor allem dazu, zu verstehen, wie die App verwendet wird, technische Probleme zu erkennen und ihre Leistung auf verschiedenen Geräten zu optimieren. Wenn beispielsweise eine bestimmte Funktion unter einer konkreten Android-Version oder auf einem bestimmten Smartphone-Modell regelmäßig nicht ordnungsgemäß funktioniert, helfen die technischen Informationen dabei, ein solches Problem zu erkennen und zu beheben.
Da Doberman Media ein unabhängiges Projekt ist, ist es uns wichtig, die Sicherheit der App nicht nur selbst darzustellen, sondern auch anderen Fachleuten die Möglichkeit zu geben, unsere Aussagen zu überprüfen. Wir sind offen für Schwachstellentests der App, die Analyse ihres Netzwerkverhaltens und die Überprüfung, welche Daten sie tatsächlich übermittelt. Sollten IT-Sicherheitsexperten ein Problem entdecken, sind wir bereit, es zu untersuchen und zu beheben. Für ein kleines unabhängiges Projekt ist dieser Ansatz besonders wichtig: Das Vertrauen der Nutzer lässt sich nicht allein mit wohlklingenden Worten gewinnen.
Dabei werden wir weder absolute Sicherheit versprechen noch behaupten, dass sich keine Anwendung hacken lässt. So etwas gibt es nicht.
Unser Ziel ist wesentlich pragmatischer: nur das Minimum an erforderlichen Informationen zu erheben, die Anwendung nicht für unnötiges Nutzerprofiling zu verwenden, Netzwerkverbindungen mit Bedacht zu handhaben und für externe Prüfungen offen zu sein.
Wenn Sie Fachkraft für Informationssicherheit sind und die Anwendung Doberman Media testen möchten, sind wir offen für eine Zusammenarbeit. Gefundene Schwachstellen und andere Sicherheitsprobleme können dem Projektteam gemeldet werden über [email protected].
Freunde und Partner
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Sascha Demjanenko. YouTuber und Food-Blogger. Hier gibt es von allem ein bisschen: von Rezepten und Reisen bis hin zu meinem Privatleben und Ereignissen in der Welt, die mich bewegen … kurz gesagt, alles, was mich interessiert! Seid dabei!
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Dies ist das Tagebuch eines russischen Schwulen, der unter der Sonne Spaniens lebt. Hier geht es ganz ehrlich um Ängste, Freiheit, Sex und das Leben als Migrant. Um mich selbst, um Veränderungen und darum, was es bedeutet, offen zu leben. Autor eines Männermagazins Doberman.media
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