In Russland selbst wird die "internationale LGBT-Bewegung" als extremistisch anerkannt, und Transtransition ist völlig verboten. Inzwischen nutzen die russischen Behörden diese Repressionen jedoch nicht nur zur inneren Kontrolle, sondern auch als "exportierbaren Einflussmechanismus" auf Nachbarn. Wir werden Ihnen erzählen, wie die russische anti-LGBT-Agenda Zentralasien und Osteuropa übernimmt und warum lokale Politiker dies so bequem finden.
Das Wichtigste ist die "Verfolgungsinfrastruktur".
Russland hat ein Rechtssystem aufgebaut, das das Leben queerer Menschen unsicher macht, und dieses Modell lässt sich leicht von anderen Ländern kopieren. Experten identifizieren drei Haupthebel dieses Systems:
Rechtliche Unsicherheit: Die Formulierung der Gesetze zu "Propaganda" oder "Extremismus" ist so vage, dass jede Maßnahme darauf angepasst werden kann.
Zerstörung der Hilfe: Kriminalisierung von Organisationen und NGOs, die rechtliche oder psychologische Unterstützung bieten.
Transnationale Belastungen: Verfolgung von Aktivisten sogar außerhalb des Landes.
Zentralasien: "Kolonialer Druck" und Copy-Paste von Gesetzen
Die Länder der Region kopieren russische Normen oft fast wortwörtlich.
Kirgisistan: 2023 wurde hier ein Gesetz über "Propaganda" verabschiedet, das dem russischen ähnelt, und 2026 begannen sie, über ein Verbot der trans Transition zu sprechen. Aufgrund der Razzien und des Drucks waren die größten queeren Organisationen des Landes, wie Kirgyz Indigo und Labrys, gezwungen, zu schließen oder in den Untergrund zu gehen. Experten zufolge ist die Verabschiedung solcher Gesetze für lokale Behörden ein Weg, die Loyalität zu Moskau zu demonstrieren, auf das das Land wirtschaftlich angewiesen ist.
Kasachstan: Ende 2025 wurde hier auch ein Verbot von "LGBT-Propaganda" genehmigt. Aktivisten weisen darauf hin, dass Russlands Krieg gegen die Ukraine und die wirtschaftlichen Verbindungen den Einfluss des Kremls nur stärken: "Russland versteht, dass es uns nicht besetzen muss, weil wir bereits in seiner Tasche sind."
Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan: In diesen Ländern sind gleichgeschlechtliche Beziehungen seit langem kriminalisiert, doch inzwischen beginnen die Behörden, Artikel über "Verbreitung von Pornografie" zu verwenden, um persönliche Korrespondenz und Fotos auf Handys zu verfolgen.
Europa: Der Kampf um "Traditionen" als Barriere für die EU
In Osteuropa und im Baltikum werden russische Narrative von Konservativen und pro-russischen Politikern verwendet:
Georgien: Diskussionen über LGBTQ+-Rechte stehen in direktem Zusammenhang mit der Frage der europäischen Integration. Die Behörden nutzen das Beispiel Ungarns, um zu beweisen, dass es möglich ist, in der Europäischen Union zu sein und gleichzeitig homophobe Gesetze "mit Ehre" zu erlassen, um Traditionen zu schützen.
Litauen: Lokale Konservative schlugen vor, den Status der Familie nur als Verbindung von Mann und Frau in die Verfassung zu verankern, und wiederholten damit tatsächlich Wladimir Putins Änderungen von 2020.
Moldawien: Vor den Wahlen verbreiteten pro-russische Kräfte aktiv Fälschungen, dass europäische Parteien angeblich "LGBT-Ideologie" in Schulen aufzwingen würden. Aktivisten sagen, dass es für gehirngewaschene Menschen äußerst schwierig ist, die Vorteile der europäischen Integration durch das Prisma der Menschenrechte zu erklären.
Belarus: Im Jahr 2026 unterzeichnete Aliaksandr Lukaschenko ein Gesetz zur Haftung für "LGBT- und kinderfreie Propaganda". Forscher glauben, dass dies vielleicht nur eine "dekorative Geste der Einheit mit der russischen Welt" ist, doch die Sicherheitskräfte nutzen dies bereits, um Druck auf die Angehörigen der Aktivisten auszuüben, die gegangen sind.
Warum funktioniert es?
Russische Propaganda verkauft erfolgreich die Idee, dass LGBTQ+-Rechte eine "westliche Expansion" seien, die den lokalen Völkern fremd sei. Politiker nutzen queere Menschen als bequemes Werkzeug: Sie erschrecken die Wähler, um sie von wirtschaftlichen Problemen abzulenken oder den Kampf gegen NGOs zu rechtfertigen.
Gibt es Hoffnung auf Widerstand?
Trotz der Repression findet die Gemeinschaft Wege zu überleben:
In Russland schließen sich trotz der Verbote immer mehr "freundliche" Psychologen und Anwälte an Hilfsprogrammen an, und Eltern queerer Jugendlicher gründen Selbsthilfegruppen.
In Ländern, in denen NGOs verboten sind, wird die Hilfe online oder von internationalen Organisationen koordiniert.
Kulturelle Projekte wie das Festival Queere Stimmen in Moldawien oder Pride-Events in Vilnius helfen Sie, Stigmatisierung durch Empathie und persönliche Geschichten zu bekämpfen, nicht durch trockene Berichte.
Laut Menschenrechtsaktivisten ist das Hauptziel des Kremls, die Zivilgesellschaft in "akzeptabel" und "extremistisch" zu spalten. Der einzige Weg, dem entgegenzuwirken, besteht darin, solche Isolation zu vermeiden und sich daran zu erinnern, dass LGBTQ+-Rechte Teil der grundlegenden Menschenrechte sind, die alle betreffen.
Das Material wurde auf Grundlage der Veröffentlichung von Current Time erstellt: "Hate for Export: Russia, LGBTQ+ in Europe and Asia". Original: https://www.currenttime.tv/a/nenavist-na-eksport-rossiya-lgbtk-v-evrope-i-azii/33776085.html
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