Die allererste Teilnahme der Dating-App Grindr an den Veranstaltungen des White House Correspondents' Association (WHCD) Gala Dinner Weekend hat gemischte Reaktionen ausgelöst. Die Party, die in einer Luxusvilla in Georgetown stattfand, wurde nach der Absage des Hauptabendessens am Samstag wegen eines Attentatsversuchs zu einem der meistdiskutierten Themen.
Von der Dating-App zur politischen Lobbyarbeit
Die Veranstaltung von Grindr zeigte eindeutig die Transformation des Dienstes von einer "frechen" Dating-App zu einem großen Technologiekonzern mit 2,8 Milliarden Dollar, der Verbindungen in politischen Kreisen aufbauen möchte.
Grindr-CEO George Arison, der sich selbst als Konservativen bezeichnet, und sein Hauptlobbyist Joe Hack (ein ehemaliger Republikanischer Parteifunktionär) nutzten den Abend, um Kontakt zur Trump-Regierung aufzunehmen.

Unter den Ehrengästen war die republikanische Senatorin Deb Fisher aus Nebraska, die zuvor gegen das Respect for Marriage Act gestimmt hatte. Ihre Anwesenheit bestätigte, dass der Zweck des Abends Lobbyarbeit war, insbesondere die Förderung von Gesetzen zur Altersüberprüfung in sozialen Medien, die Arison als eine der Prioritäten des Unternehmens bezeichnet.
"Das ist keine queere Party in Brooklyn"
Trotz der hellen Merkmale – einer Eisskulptur in Form des Grindr-Logos, Trüffeleis mit Kaviar und Regenbogengummibärchen – war die Atmosphäre der Veranstaltung weit entfernt von traditionellen LGBTQ-Feiertagen.
Einer der Gäste beschrieb den Abend wie folgt "Ziemlich schrüchtig"und stellte fest, dass mehr heterosexuelle Politiker und Journalisten anwesend waren als Vertreter der schwulen Community.
Medienpersönlichkeiten wie Don Lemon, Caitlan Collins (CNN) und Podcast-Moderatoren waren unter den Gästen zu sehen Pod Save America.
Die Gäste waren besonders empört darüber, dass nur wenige Stunden nach Beginn der Party der Alkohol ausging. Der ehemalige Obama-Redenschreiber John Lovett verglich dieses Ereignis sarkastisch mit historischen Momenten in der Jimmy Kimmel Show:
"Marcia P. Johnson warf während der Stonewall-Unruhen einen Ziegelstein, und jetzt haben schwule Männer keinen Alkohol mehr."
Zum Surrealismus des Geschehens trägt das schwache rote Licht und das Fehlen von Hollywood-Stars bei, was laut Beobachtern die seltsame Natur der aktuellen politischen Ära in Washington widerspiegelt.
So wird Grindrs erster Versuch, sich in der großen Politik einen Namen zu machen, nicht als "Bakchanalia" in Erinnerung bleiben, sondern als ehrgeizige, aber spezifisches Firmenereignis.
Der Artikel wurde auf Grundlage des Materials auf dem Portal erstellt lgbtqnation.com
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