Eine groß angelegte Studie von mehr als 67.000 Menschen widerlegte den populären Mythos, dass die männliche Libido im Jugendalter ihren Höhepunkt erreicht, indem sie etablierte Höhepunkt des sexuellen Verlangens aus dem Zeitalter von 30 bis 40 Jahre alt.
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Sexuelle Anziehung galt seit langem als etwas rein Individuelles und schwer vorherzusagen. Eine neue groß angelegte Studie jedoch, Veröffentlicht Anfang 2026 in der Zeitschrift Wissenschaftliche Berichte, zeigt, dass ein großer Teil unserer Libido durch einfache demografische Faktoren erklärt werden kann. Wissenschaftler der Estnischen Biobank analysierten Daten von mehr als 67.000 Menschen im Alter von 18 bis 89 Jahren und kamen zu unerwarteten Schlussfolgerungen darüber, wann Männer tatsächlich am meisten Sex haben und wie Kinder, Arbeit und Orientierung dies beeinflussen.
Das männliche Verlangen erreicht seinen Höhepunkt im Alter von 35 Jahren
Entgegen der landläufigen Meinung, dass die männliche Libido im Jugendalter oder 20 seinen Höhepunkt erreicht, deuten die Beweise auf etwas anderes hin. Es stellte sich heraus, dass Bei Männern erreicht das sexuelle Verlangen im Alter von 35 bis 40 Jahren ihren Höhepunkt.
Die Forscher vermuten, dass dies nicht nur auf die Biologie, sondern auch auf Beziehungsdynamiken zurückzuführen sein könnte. In diesem Alter sind Männer eher in stabilen langfristigen Beziehungen, die mit höherer emotionaler Intimität verbunden sind. Interessanterweise fällt dieser Höhepunkt nicht mit dem Diagramm der sinkenden Testosteronwerte überein, das ab dem 30. Lebensjahr allmählich zu sinken beginnt.
Wer will am meisten Sex?
Laut den Ergebnissen der Studie, Menschen, die sich als bisexuell oder pansexuell identifizieren, haben das höchste sexuelle Verlangen. Die Forscher vermuten, dass dies auf die "breiteren Anziehungsmuster" und "relationale Flexibilität" der Mitglieder dieser Gruppen zurückzuführen sein könnte.
Am entgegengesetzten Ende des Spektrums, wie erwartet, befanden sich Asexuelle Sie zeigten das niedrigste Maß an Anziehung, was ihre Identität als separate Orientierung und nicht nur als medizinische Störung bestätigt. Gleichzeitig zeigten heterosexuelle Teilnehmer, die die Mehrheit der Stichprobe ausmachen (etwa 95 %), durchschnittliche Ergebnisse nahe der Allgemeinbevölkerung.
Hier sind die wichtigsten Muster, die während der Studie identifiziert wurden:
Geschlechterlücke: Männer berichten im Durchschnitt von deutlich höheren Verlangensniveaus als Frauen. Dieser Unterschied hält fast sein ganzes Leben lang an und beginnt erst ab dem 60. Lebensjahr abzunehmen, wenn die männliche Libido deutlich abnimmt.
Altersbedingter Rückgang: Bei Frauen sinkt die Libido mit dem Alter viel schneller und stärker als bei Männern, besonders nach dem 50. Lebensjahr (was oft mit den Wechseljahren assoziiert wird).
Sexuelle Orientierung: Das höchste Maß an Anziehung wird bei Menschen festgestellt, die sich selbst als Bisexuell und pansexuell. Das niedrigste ist bei Asexuellen zu erwarten.
Eine der interessantesten Erkenntnisse betrifft die Elternschaft. Der Effekt von Kindern auf die Libido war bei verschiedenen Geschlechtern genau das Gegenteil:
1. Bei Frauen Die Anwesenheit von Kindern (insbesondere kleinen oder einer großen Anzahl von ihnen) korreliert mit Lower Grad des sexuellen Verlangens. Dies ist mit Müdigkeit, hormonellen Veränderungen nach der Geburt und Stillen verbunden.
2. Bei Männern Die Situation ist anders: Diejenigen, die viele Kinder haben, melden oft höher Libido-Level. Wissenschaftler vermuten, dass dies eine Folge der Stärkung familiärer Bindungen oder sozialer Rollen sein könnte, obwohl es möglich ist, dass die anfänglich hohe Libido eines Mannes zur Entstehung einer großen Familie beiträgt.
Arbeit und Ausbildung sind ebenfalls wichtig
Die Studie behandelte auch sozioökonomische Faktoren. Es stellte sich heraus, dass Bildung kann mehr Offenheit und sexuelles Selbstvertrauen fördern, besonders bei Frauen.
Was das angeht Berufe, dann tritt hier der Stress in den Vordergrund. Menschen in Berufen mit hohem Druck (wie im Gesundheitswesen) berichten oft von einem Rückgang der Anziehungskraft aufgrund von Burnout. Gleichzeitig zeigten Vertreter einiger Kategorien, wie dem Militär oder Führungskräften, höhere Punktzahlen, wobei dies im Fall des Militärs möglicherweise einfach auf ihr jüngeres Alter in der Stichprobe zurückzuführen ist.
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Die Autoren der Arbeit hoffen, dass ihre Daten den Menschen helfen, sich weniger Sorgen um Veränderungen ihrer Wünsche zu machen. Eine Verringerung der Libido oder deren Diskrepanz mit einem Partner wird oft als medizinisches Problem oder als Zusammenbruch einer Beziehung wahrgenommen. Tatsächlich ist es in vielen Fällen so Die natürliche Reaktion des Körpers auf eine bestimmte Lebensphase, sei es Elternschaft, altersbedingte Veränderungen oder berufliche Schwierigkeiten. Das Verständnis dieser Muster kann Beziehungsberatern und Therapeuten helfen, genauere und beruhigendere Vorhersagen zu treffen.


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