Der britische Schauspieler Josh O'Connor, der in den letzten Jahren zu einem der meistdiskutierten Talente in Hollywood geworden ist. Am 12. Januar 2026 trat er offiziell der Dior-Familie bei, und das ist nicht nur ein Marketingtrick – er pflegt eine fast zehnjährige kreative Beziehung mit dem neuen Creative Director der Dior-Marke, Jonathan Anderson. O'Connor, bekannt für seine Rollen in "The Crown" (wo er Prinz Charles spielte) und Luca Guadagninos "The Pretenders", wird nun die Dior-Jungenlinie vertreten.
Doch neben der Mode wird der Schauspieler schon lange mit queeren Themen im Kino in Verbindung gebracht: Er hat zahlreiche schwule und bisexuelle Figuren gespielt, obwohl er sich als heterosexuell identifiziert. Doberman.media erklärt, warum diese Ernennung logisch ist und wie O'Connor zum "König" queerer Rollen wurde.
Von Loewe zu Dior: Wie O'Connor Anderson folgt
Jonathan Anderson, der 2025 Dior übernahm, arbeitet schon lange mit O'Connor zusammen. Im Jahr 2017 wurde der Schauspieler Botschafter für Loewe, Andersons vorherige Marke, und spielte in mehreren Kampagnen mit. Da der Designer nun zu Dior gewechselt ist, ist O'Connor gefolgt. Das offizielle Statement der Marke besagt, dass der Schauspieler "einen einzigartigen, sensiblen und modernen Ausdruck männlicher Eleganz" verkörpert, der perfekt zum Stil von Dior passt.
Er wird voraussichtlich sein Debüt in dieser Rolle bei der Dior-Herrenmesse während der Paris Fashion Week im Januar 2026 geben. Die Fotos für die Ankündigung wurden von George Ayres aufgenommen – sie zeigen O'Connor in einem klassischen Dior-Anzug mit einem entspannten, aber anspruchsvollen Look.
Diese Ernennung sorgte für Aufsehen in den sozialen Netzwerken: O'Connor-Fans feiern, und Modekritiker stellen fest, dass Dior unter der Leitung von Anderson immer "moderner und sensibler" wird. Auf X (ehemals Twitter) bekommen Beiträge zu den Nachrichten tausende Likes – von "Endlich Dior-Junge!" bis hin zu Witzen, dass O'Connor jetzt offiziell ein "Style-Icon" sei.
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Queere Rollen: von einem Bauern in "God's Land" bis zum Tennisspieler in "The Contenders"
O'Connor begann seine Karriere in den 2010er Jahren mit Rollen in britischen Fernsehserien wie Peaky Blinders und Durrells in Corfu, doch der Durchbruch gelang 2017 mit dem Film Gottes eigenes Land. Dort spielte er Johnny Saxby, einen jungen Landwirt, der sich in einen rumänischen Migranten verliebt. Die Rolle brachte ihm den BIFA-Preis als bester Schauspieler ein und machte ihn zu einer prominenten Figur im queeren Kino. Der Film wird oft mit Brokeback Mountain verglichen, aber O'Connor verlieh ihm mehr Realismus und emotionale Tiefe.

Seitdem kehrt der Schauspieler immer wieder zu LGBT-Themen zurück. 2014 spielte er Max in Hide and Seek, einer Geschichte über eine polyamore Kommune, und James in Peaky Blinders, wo seine Figur schwule Untertöne hatte. 2024 wurde Guadagninos Film The Challengers veröffentlicht, in dem O'Connor Patrick Zweig spielt, der in einem homoerotischen Liebesdreieck mit Mike Feist und Zendaya verwickelt ist.
O'Connor selbst erkennt die Komplexität des LGBT-Themas an: In einem Interview mit Vanity Fair sagte er, er habe "gemischte Gefühle" gegenüber heterosexuellen Schauspielern in schwulen Rollen. "Das ist eine schwierige Frage. Ich versuche, Rollen zu wählen, in denen ich die Tiefe des Charakters sehe, aber ich verstehe, warum das Debatten auslöst." Trotzdem arbeitet er weiterhin an queeren Projekten: Voraus steht "The Story of Sound" mit Paul Mescal – ein romantisches Drama über zwei Männer, die Folklore aufnehmen – und "Separate Rooms" erneut mit Guadagnino, basierend auf dem Roman von Pier Vittorio Tondelli über einen Schriftsteller und seinen Freund.
In sozialen Netzwerken wird O'Connor als "ein Hollywood-Heterosexueller, der queere Rollen dominiert" bezeichnet – und das ist keine Übertreibung. Einige Kritiker bemerken, dass er Rollen übernimmt, die an LGBT-Schauspieler gehen könnten (aber trotzdem, wenn Heterosexuelle bereits Schwule spielen, dann soll es O'Connor sein).


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