Wissenschaftler haben endlich herausgefunden, was es bedeutet, cool zu sein – Meduza hat dazu einen ausführlichen Artikel veröffentlicht. Die Studie wurde im Journal of the American Psychological Association veröffentlicht. Wir haben eine kurze Version ohne Wasser gemacht. Lesen Sie den vollständigen Text auf Meduza.

Jeder will cool sein – aber was bedeutet das überhaupt? Forscher aus den Vereinigten Staaten und Chile beschlossen, fast sechstausend Menschen aus 13 Ländern zu untersuchen und befragten. Es stellte sich heraus, dass fast überall "Coolness" auf dieselbe Weise verstanden wird – als die Fähigkeit, Regeln zu brechen, ohne den eigenen Ruf zu verlieren.
Die Ursprünge der Coolness
Der Begriff entstand in den 1920er und 30er Jahren unter afroamerikanischen Jazzmusikern, die sie mit ruhigem Selbstvertrauen und Unabhängigkeit angesichts von Rassismus beschrieben. Miles Davies und Lester Young machten "cool" zu einem Symbol innerer Freiheit. In den 50ern griff Hollywood die Idee auf: Die Coolen wurden zu rebellischen Helden, die sich gegen das System stellten.
Mit der Zeit hörte Coolness auf, eine Gegenkultur zu sein, und wurde zu sozialem Kapital – einer Möglichkeit, Individualität zu zeigen, ohne die Zustimmung der Menge zu verlieren.
Wer sind heute die coolen Leute
Die Autoren einer Studie, die 2025 im Journal of the American Psychological Society veröffentlicht wurde, konnten nach zahlreichen Interviews mit Menschen unterschiedlichen Geschlechts, Alters, Bildungsniveaus, Hintergründe usw. bis zu sechs Kriterien für Coolness identifizieren: Extroversion, Hedonismus, Machtgier, Offenheit, Abenteuerlust und Autonomie. Aber – wichtig – sie werden keine Ausgestoßenen. Sie unterscheiden sich durch Selbstvertrauen und Die Fähigkeit, zwischen "du selbst sein" und "auf dem neuesten Stand" zu balancieren..
Warum braucht die Gesellschaft coole Leute?
Laut Forschern hilft der Kult der Coolness der Gesellschaft, die Veränderungen zu erklären. Die Coolen sind die ersten, die Muster durchbrechen, Trends setzen und die Kultur voranbringen. Im Zeitalter sozialer Netzwerke und Influencer hat sich Coolness zu einem neuen sozialen Rang entwickelt – nicht mehr um Geld, sondern um Einfluss, Stil und Selbstvertrauen.
Wissenschaftler glauben, dass es eine Art Belohnung ist, jemanden als "cool" anzuerkennen, weil er zum kulturellen Wandel beigetragen hat. Coolness kann jedoch sowohl positiv als auch toxisch sein – und das muss noch erforscht werden.
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