Danila Polyakov ist das erste russische männliche Supermodel, das in den 2000ern die Laufstegen der Welt eroberte, dann wegen Alkohol auf der Straße landete und 2025 zu Mode und Kunst zurückkehrte – was beweist, dass es selbst aus dem Nichts einen Ausweg gibt.
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Daniil Alexandrowitsch Poljakow (bekannt als Danila Poljakow) ist ein russisches Model, Model, Tänzer, Stylist, Künstler und Performer. Geboren am 31. Januar 1983 in Moskau in einer großen kreativen Familie (das fünfte Kind; Vater ist Künstler, Mutter Lehrerin), ist er zum Symbol für Höhen und Tiefen in der Modewelt geworden. Einst die Laufstege von Prada, Jean Paul Gaultier und Yohji Yamamoto als erste russische männliche Supermodel, fand sich Danila wegen Alkoholismus auf der Straße wieder, und 2025 feierte er ein triumphales Comeback. Seine Geschichte handelt davon, wie Ruhm durch Vergessen ersetzt werden kann, aber Willenskraft den Weg zur Wiedergeburt ebnet.
Meteoritischer Aufstieg
Den Moskauer Danila begann seine Karriere im Alter von 15 Jahren mit Go-Go-Tanz in Clubs und wurde später Background-Tänzer der beliebten Gruppe "Demo". Bei einem der Konzerte wurde er von einem Stylisten und Modedesigner bemerkt, was einen Wendepunkt bedeutete.
DEMO – Solnyshko / Tänzer – Masha Zheleznyakova und Danila Polyakov – die erste Besetzung der DEMO-Gruppe
Offizielle Website www.demo.msk.ru
Sein androgynes Aussehen (Größe 185 cm, ungewöhnliche Gesichtszüge) ermöglichte es ihm, sowohl in Männer- als auch bei Frauenausstellungen führender Kinos zu arbeiten: Prada, Jean Paul Gaultier, Yohji Yamamoto, drehte mit Steven Meisel für die italienische Vogue – der Russe wurde unerwartet zu einer Weltsensation. In den 2000er Jahren wurde er zu einer der bekanntesten Persönlichkeiten der Branche. Der Erfolg kam nicht nur in Russland, sondern auch im Ausland – Polyakov eroberte Mailand, Paris und New York und wurde zur Ikone der "Nullerjahre".
Rückkehr und Vergessen
Auf dem Höhepunkt seiner Karriere erlebte Danila eine Tragödie: Aufgrund der schweren Krankheit seiner Mutter unterbrach er seine Verträge und kehrte nach Russland zurück. Eine Zeit lang blieb er im Medienbereich: Er war Juror in der Sendung "Top Model in Russian" (2009–2010), nahm an "Dancing with the Stars" (2011) teil und moderierte die Sendung "Fashion Police" auf Kanal 2×2. In den 2010er Jahren verschwand sie jedoch plötzlich. Wie er später in einem Interview zugab, war der Grund Alkoholismus und Depression: Während einer schwierigen Zeit wurde Danila obdachlos, schlief auf den Straßen Moskaus und aß Instantnudeln. "Das Leben war schrecklich", erinnerte er sich 2021.
Ein Neuanfang
Jetzt ist Danila Polyakov 42 Jahre alt. Er führt einen geschlossenen Lebensstil: Er meidet soziale Netzwerke (obwohl er 2025 Instagram gestartet hat @danilapolyakov_official zur Promotion), benutzt ein Knopfhandy und konzentriert sich auf Kunst und Tanz. 2021 unterzog er sich einer Rehabilitation und begann, durch Podcasts und Filme zur Mode zurückzukehren, doch der eigentliche Durchbruch gelang 2025.
Kürzlich nahm Danila die Zusammenarbeit mit Modelagenturen wieder auf, veranstaltete seine erste Einzelausstellung in London (Februar 2025) und wurde in Zusammenarbeit mit dem Künstler Anton Reva (September 2025) zum Gesicht der Massenmarke Befree: Punk-Streetstyle, Glitch-Kunst und sein außergewöhnliches Image im Lookbook.
Im Juni gab er ein großes Interview für den Bezfilterov-Podcast, in dem er über das Tanzen bei der Show und Werbung sprach, und im September ging er bei Shows in St. Petersburg mit Models wie Alina Bolotina auf Shows. "Willst du wie alle anderen sein? Du wirst sterben wie alle anderen," – sein Manifest von 2025.
Im Podcast "Bezfilters" äußerte Polyakov einen Satz, der zu seinem Manifest wurde: "Willst du wie alle anderen sein? Du wirst sterben wie alle anderen." Doch das Interview selbst löste einen Sturm der Kritik aus – und das nicht wegen des Gastes. Zuhörer griffen die Moderatorin an und warfen ihr Unprofessionalität und ständige Unterbrechungen vor:
- "Danila, gib jemand anderem ein Interview, bei dem du nicht gestört wirst – ich möchte nur deine Gedanken hören."
- "Es ist schade, dass er so ein langes Interview mit jemandem gegeben hat, der nicht weiß, wie man ein Gespräch führt und zu sehr auf sich selbst fokussiert ist."
- "Es ist schwer zuzuhören: die Atmosphäre von Verhören, Unterbrechungen, banalen Fragen – Danila beginnt gerade zu sprechen, und er wird sofort unterbrochen."
- "Warum rufst du einen so klugen und seltenen Helden, wenn du ihn nicht einmal einen Gedanken zu Ende bringen lässt? Dies ist kein Interview, sondern ein Verhör."
So oder so, selbst in diesem Format klang Polyakov wie jemand, der nicht nur eine Karriere, sondern ein ganzes Leben hinter sich hat.
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