Es scheint, als hätte Hollywood sich endlich von der Nadel aus Remakes und Reboots begeistert. Alles, was wir in den 2000ern geliebt haben, ist jetzt mit dem Präfix "re-" zurückgegeben. "Sex and the City" (Entschuldigung, "Und einfach so...") wurde ehrenhaft in die Archive verbannt – und ehrlich gesagt atmeten wir erleichtert auf. Doch kaum hatten wir die Beerdigung eines Franchise-Dinosauriers gefeiert, taucht ein neuer Gast an der Tür auf: "Der Teufel trägt Prada 2."
Der Teufel trägt Prada 2 ist ein kommender amerikanischer Comedy-Drama-Film, der von David Frenkel inszeniert und von Aline Brosh McKenna geschrieben wurde. Die Handlung des Films basiert auf dem Buch von Lauren Weisberger "Revenge Wears Prada". Eine Fortsetzung des Films Der Teufel trägt Prada.
Uraufführungsdatum: 1. Mai 2026 (Vereinigte Staaten)
Regisseur: David Frenkel
Mitwirkend: Meryl Streep; Anne Hathaway; Emily Blunt; Stanley Tucci
Operator: Florian Ballhaus
Autor der Idee: Lauren Weisberger
Szenario: Aline Brosh McKenna
Die Kultsaga, wie Mode deine Persönlichkeit schneller verschlingen kann als Shawarma auf dem Arbat, bereitet sich auf die Wiedergeburt vor. Das Internet kocht bereits: Kostüme fehlen, die Relevanz ist null, und die Macher scheinen nur ein Ziel zu haben – auf den "Nostalgie"-Button zu klicken.
Aber seien wir ehrlich: Kann es heute überhaupt noch funktionieren?
Original: als Prada noch wie ein Messer schnitt
Im Jahr 2006 wirkte der Film wie eine Offenbarung. Die junge Andy mit ihren naiven Träumen gegen Miranda Priestly, die Eisgöttin, die mit einem einzigen Blick zerstören konnte. Doch der eigentliche Protagonist des Films ist die Mode selbst: snobistisch, grausam, elitär. Dann war es spektakulär. Heute? Ein bisschen staubig.
Die Mode hat den Elfenbeinturm längst verlassen und versucht, "inklusiv" zu wirken. Wir leben in einer Zeit, in der jedes "Hermes-Tor" mit billiger Arbeitskraft soziale Netzwerke sofort in die Luft jagt. Und hier ist die Frage: Lohnt es sich, einen Film zu machen, der erneut das Bild einer unerreichbaren Welt verkauft, in der dein Wert am Preis auf der Tüte gemessen wird?
Kostüme: Déjà-vu bei Valentino
Nach den geleakten Aufnahmen zu urteilen, läuft Andy mit einer Valentino-Tasche für dreitausend Dollar herum, und Miranda führt immer noch die Modearmee in Tom-Ford-Anzügen. Für wen ist diese Show gedacht? Für Zuschauer, die sich solche Kleidung wirklich leisten können? Oder dass wir uns wieder "falsch" fühlen?
Doch "The White Lotus" zeigte, dass es immer noch unglaublich spannend sein kann, anderen beim Ertrinken in einer Suite zuzusehen. Aber da war es Teil der Gesellschaftssatire. Und hier sieht es aus wie ein Versuch, Geldbörsen zu "vergleichen".
Kostümbildner: déjà vu #2
Das Duo Molly Rogers und Danny Santiago ist für die Garderobe verantwortlich – dieselben, die sich bereits "And Just Like That..." angezogen haben. Das Internet hat es nicht vergessen, und Twitter (oh, Entschuldigung, X) platzt bereits: Jemand beschwert sich, dass die Favoriten "wie Rentner" gekleidet sind, jemand wirft dem Duo vor, völlig von der echten Mode losgelöst zu sein. Die Frage ist: Wollen wir ihnen eine weitere ikonische Geschichte anvertrauen?
Heroes: Kann Miranda abgesetzt werden?
Und schließlich der bewegendste Moment: die Figuren. Andy passt irgendwie immer noch in die neue Ethik, aber mit Miranda und Emily gibt es ständige Minenfelder. Kann Miranda Priestly heute dieselbe dämonische Perfektionistin bleiben, ohne zur Karikatur eines "toxischen Chefs" zu werden? Und wie lässt man Emily zu einer hingebungsvollen Knappe, ohne für "eine Frau, die einer Frau dient" kritisiert zu werden?
Es gibt mehr Fragen als Antworten.
Ist Prada 2 also notwendig?
Vielleicht ja – wenn die Schöpfer das Risiko eingehen, nicht nur ein Remake zu machen, sondern auch ehrlich zu kommentieren, wie sich Mode und ihre Macht über Menschen in den letzten 20 Jahren verändert hat. Aber wenn es darauf hinausläuft: "Schaut, Meryl trägt wieder Chanel-Brille" – fürchte ich, dass es nicht der Teufel sein wird, sondern eine Parodie in Prada.
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