Am 23. Januar trat in Thailand ein Gesetz in Kraft, das LGBTQ-Ehen erlaubt. Die Begriffe "Mann", "Frau", "Ehemann" und "Ehefrau" wurden aus der relevanten Definition des Zivilgesetzbuches des Landes entfernt und durch die neutralen "Ehepartner" und "Person" ersetzt. Im ganzen Land wurden landesweit spezielle Punkte eröffnet, an denen LGBTQ-Personen heute heiraten können. Die Zeremonie wurde bereits für Hunderte von Paaren abgehalten – einige von ihnen warten schon seit Jahrzehnten darauf. Aktivisten hoffen, dass bis Ende Donnerstags mindestens 1448 gleichgeschlechtliche Paare heiraten werden. Dies ist die Nummer des Artikels des thailändischen Zivilgesetzbuchs, der die Ehe definiert.
Thailand wurde der erste Bundesstaat in Südostasien, der Verbindungen zwischen Menschen gleichen Geschlechts legalisierte. Auf dem gesamten Kontinent war die gleichgeschlechtliche Ehe zuvor nur in Taiwan (2019) und Nepal (2023) anerkannt worden.
"Es spielt keine Rolle, welches Geschlecht du hast oder wen du liebst, Liebe kennt keine Grenzen. Jeder wird durch dieselben Gesetze geschützt.", sagte Premierminister Phethong Thanh Shinawatra letzte Woche.
Erinnern Sie sich, dass der thailändische König am 25. September 2024 ein vom Parlament verabschiedetes Gesetz zur rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen unterzeichnete. So wurde Thailand das erste Land in Südostasien, das Partnerschaften zwischen Menschen gleichen Geschlechts legalisierte.
- Das Oberhaus des thailändischen Parlaments unterstützte das Gesetz im Juni 2024, woraufhin es in der offiziellen Publikation der Monarchie veröffentlicht wurde. Am 23. Januar 2025 trat er in Kraft. Auch gleichgeschlechtliche Ehepartner können Kinder adoptieren. Die Abgeordneten lehnten jedoch den Vorschlag des zuständigen Ausschusses ab, den Begriff "Eltern" anstelle von "Väter und Mütter" zu verwenden.
- Der Kampf um die Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen in Thailand dauert seit mehr als zehn Jahren an.
- Die Mehrheit der Einwohner des Landes unterstützt gleichgeschlechtliche Ehen — Ende letzten Jahres waren laut einer der Umfragen 96,6 % der Befragten dafür. Die Regierung war jedoch lange Zeit dagegen.
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