Der beliebte amerikanische Schauspieler und Model Derek Chadwick, der von der „Toxizität“ und „Transaktionalität“ moderner Gay-Dating-Apps genug hatte, beschloss, sein eigenes Projekt zu starten. Die App mit dem Namen Goose positioniert sich als „zuerst soziale Plattform“ (social-first), deren Ziel es ist, Aufrichtigkeit und den Kontext des echten Lebens ins Dating zurückzubringen. Wir schauen uns an, wie sie funktioniert und was die ersten Nutzer darüber denken.
Beliebter amerikanischer Schauspieler und Model Derek Chadwick
Was ist das Hauptmerkmal?
Goose versucht, sich vom Image einer „One-Night-Stand-App“ zu distanzieren. Die wichtigsten Unterschiede zur Konkurrenz.
Keine Algorithmen und kein Swipen. Statt des gewohnten Wischens nach links und rechts schicken Nutzer einander „Wellen“ (waves). Wenn zwei Personen einander „gewunken“ haben, wird ein Match erstellt. Dabei kann man – anders als bei vielen anderen Diensten – hier jeder beliebigen Person schreiben, ohne auf Gegenseitigkeit zu warten, auch wenn die „Welle“ weiterhin das wichtigste Signal für Interesse ist.
Eine lebendige Karte. Die App nutzt eine Stadtteilkarte, um in Echtzeit zu zeigen, wer sich in der Nähe befindet. So sieht man nicht einfach nur trockene Profile, sondern Menschen im städtischen Kontext.
Ein lebendiges Profil statt eines Steckbriefs. Statt statischer Fotos und Profildaten setzt Goose auf Videos, Stories und ständige Status-Updates. Nutzer müssen sich nicht sofort mit Labels versehen und erklären, „wonach sie suchen“ — es wird davon ausgegangen, dass sich die Kommunikation natürlich entwickeln soll.
Ein geschlossener Club. In Goose hineinzukommen ist nicht einfach: Es ist eine Community mit auf Bewerbungen basierender Mitgliedschaft. Jedes Profil wird nicht von Bots, sondern von echten Moderatoren, was Fake-Accounts und Spam herausfiltern soll.
Wie benutzt man das?
Nachdem Ihre Bewerbung genehmigt wurde (das kann wegen der manuellen Prüfung einige Stunden dauern), erscheint Ihr Profil im Feed. Sie können einfach Profile durchscrollen oder die Karte der Umgebung erkunden. Zum Schutz der Privatsphäre sind in der App Vanish Mode (verschwindende Nachrichten) und Schutz vor dem Erstellen von Screenshots. Derzeit ist die App kostenlos und erfordert keine Mitgliedsbeiträge.
Was sagen die Nutzer?
Die ersten Nutzerbewertungen der «Gänse» (wie die Nutzer der App manchmal genannt werden) fielen geteilt aus.
Enthusiasten nennen die Benutzeroberfläche „supercool“ und mit Hinge vergleichbar. Ein Nutzer prahlte in den sozialen Netzwerken sogar, dass er schon am ersten Tag 10 Einladungen zu Dates erhalten habe.
Skeptiker haben die App ironisch verspottet «Pokémon Ho» wegen der Kartenfunktion, die die Suche nach einem Partner in eine Jagd auf seltene Pokémon verwandelt. Viele prophezeien, dass Goose schon in ein paar Wochen unweigerlich zu einem weiteren Grindr-Klon für schnelle Treffen werden wird.
Auch technische Probleme haben den Start getrübt: Einige beschweren sich, dass die App direkt nach der Eingabe des Bestätigungscodes abstürzt oder einfach instabil läuft.
Nicht ohne einen Skandal
Unmittelbar nach dem Start der Ausgabe Verkabelt Veröffentlicht von eine Untersuchung, der zufolge die Macher von Goose ein Netzwerk von KI-Avataren für aggressives Marketing verwendet haben.
Berichten zufolge erhielten Hunderte von Instagram-Nutzern Nachrichten von verdächtig attraktiven Jungs (deren Fotos laut Detektoren von neuronalen Netzen erstellt worden waren), die sie hartnäckig in die neue App lockten. Dem Mitbegründer des Projekts, Davide Aliagas, wurde außerdem vorgeworfen, versucht zu haben, offen alte Instagram-Konten für die Bewerbung der Plattform zu kaufen.
Trotzdem schaffte es die App zeitweise auf Platz 4 der App-Store-Charts, obwohl ihr Ranking später deutlich auf Platz 33 zurückfiel.
Goose App für Schwule herunterladen
Eine neue mobile App für Dating und Kommunikation, speziell für Schwule entwickelt und als Alternative zu vertrauten Diensten wie Grindr positioniert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Swipe-Apps setzt sie auf einen sozialen Ansatz: Statt Matches senden Nutzer einander „Grüße“ (waves) und können sich zudem über eine interaktive Karte in Echtzeit orientieren. Goose kann man über die untenstehenden Links herunterladen:

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