Am Abend des 27. Juli wurde in der Hauptstadt Mexikos der schwule Schauspieler, Sänger, Influencer und Blogger Allen King Opfer eines homophoben Angriffs in einem der Cafés des Einkaufszentrums in Mexiko-Stadt. Zwei Tage später, am 29. Juli, sprach er erstmals öffentlich über den Vorfall und veröffentlichte eine emotionale Videobotschaft, in der er aufforderte, Hassverbrechen nicht zu vertuschen: "Seid nicht still. Diese Menschen müssen für das, was sie tun, zur Rechenschaft gezogen werden."
Laut Allen saß er abends mit einem Freund in einem Café, wo er auf einen Angreifer traf. In seiner Aussage erklärte Allen, dass er keinen Kontakt mit dem mutmaßlichen Angreifer hatte, nicht einmal einen Meinungsaustausch. Der Mann griff ihn einfach direkt an und warf ihm ein Glas ins Gesicht.
Der Schauspieler erklärte außerdem, dass sich der Mann seiner Meinung nach "unwohl" fühlte, allein wegen seiner Anwesenheit im Etablissement und der Tatsache, dass er "schwul ist und schwul aussieht". Allen äußerte die Ansicht, dass er auch nicht glaube, dass der mutmaßliche Angreifer unter dem Einfluss irgendwelcher Substanzen stand. Es war einfach ein Akt der Homophobie.
Der Mann, den Allen als Angreifer identifizierte, wurde von einer Frau begleitet, vermutlich seiner Partnerin, mit der es keinen Kontakt gab, bevor der Schauspieler angegriffen wurde, und begann, den Vorfall auf seinem Handy aufzunehmen. Sowohl der mutmaßliche Angreifer als auch die Frau behaupteten, Allen habe "ihren persönlichen Raum verletzt". Der Vorfall wurde jedoch in einer Reihe von Videoaufnahmen festgehalten, die Allen im Rahmen des Prozesses bereitstellen kann.
In seinem Video richtet sich Allen nicht nur an Abonnenten, sondern an alle, die jemals aufgrund ihrer sexuellen Orientierung Gewalt erfahren haben. Er drängt darauf, solche Verbrechen nicht unbeaufsichtigt zu lassen und die Polizei zu kontaktieren.
«No se queden callados.»
"Sei nicht still."
Laut King ist es das Schweigen, das es Angreifern ermöglicht, Straflosigkeit zu empfinden. Er betont, dass viele Opfer es vorziehen, Angriffe nicht zu melden, da sie glauben, dass dies nichts ändern wird. Seiner Meinung nach sind es jedoch offizielle Erklärungen, die dazu beitragen, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen und neue Gewaltfälle zu verhindern.
Ein weiterer von Allen geäußerter Satz klingt besonders emotional:
«Tienen que pagar estas personas por le he hacen.»
"Diese Leute müssen für das, was sie tun, zur Rechenschaft gezogen werden."
Während des Appells erinnert der Schauspieler auch daran, dass nicht alle Opfer von Hassverbrechen ihre Geschichte erzählen können.
«Hay personas que ya no están para contarlo.»
"Es gibt Menschen, die nicht mehr leben, um ihre Geschichte zu erzählen."
Nach dem Angriff suchte Allen medizinische Hilfe und meldete den Vorfall der Polizei. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung waren die Identitäten der mutmaßlichen Angreifer nicht offiziell bekannt gegeben, und es gibt keine Informationen über den Stand der Ermittlungen.
Die Geschichte von Allen King war eine weitere Erinnerung daran, dass homophobe Gewalt auch 2026 noch Realität ist. Der Schauspieler selbst hofft, dass seine öffentliche Erklärung anderen Menschen hilft, keine Angst mehr zu haben, über solche Verbrechen zu sprechen und Gerechtigkeit zu suchen.


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