Am 13. Juli 2026 erweiterte die Europäische Union die Sanktionslisten um die Feststellung VK und das Unternehmen der Kommunikationsplattform, das den russischen Staatsboten entwickelt Max. Diese Entscheidung war Teil einer groß angelegten Aktualisierung der Listen, die etwa 250 Einzelpersonen und juristische Personen betraf.
Was genau werden die Entwickler von VK und Max beschuldigt?
Laut den Dokumenten des EU-Rates sind der Max-Bote und der VK-Holding selbst zu Werkzeugen der Repression der Zivilgesellschaft in Russland geworden. Die Hauptansprüche Brüssels sind wie folgt:
Kontrolle durch Spezialdienste: Die Entwicklung des Max erfolgte laut EU unter direkter Kontrolle des FSB.
Überwachung von Nutzern: Die App verfügt über eine Vielzahl von Überwachungsfunktionen: Sie kann die Nutzung verfolgen VPN, sammelt Daten über die installierten Apps, Kontakte und den Standort des Nutzers.
Datenübertragung: VK wird beschuldigt, den Behörden Daten über Nutzer zur Verfügung gestellt zu haben, die den Krieg in der Ukraine kritisieren oder andere "verbotene" Inhalte veröffentlichen. Die EU stellt fest, dass die gesammelten Informationen bereits zur Verfolgung von Bürgern verwendet wurden – zum Beispiel im Fall von Iwan Kazhan.
Unfairer Wettbewerb: Die russischen Behörden beförderten Max und schränkten gleichzeitig die Arbeit globaler Giganten wie WhatsApp und Telegram ein.
Wer wurde sonst noch getroffen?
Neben dem IT-Riesen fielen auch Strukturen im Zusammenhang mit Cyberangriffen unter die Sanktionen der EU und des Vereinigten Königreichs. London verhängte Beschränkungen gegen 10 Projektmitarbeiter "Rybar", und beschuldigte sie der Fehlinformation und Wahleinfluss. Die Sanktionen betrafen auch das Unternehmen Kasan ML.Cloud, von der angenommen wird, dass sie an der Bereitstellung von Infrastruktur für Hackergruppen (wie LockBit und EvilCorp) beteiligt ist.
Ironie bei öffentlichen Beschaffungen
Die Lage sieht besonders bemerkenswert aus vor dem Hintergrund der jüngsten Nachrichten über den Kauf von Ausrüstung bei VK. Im Juni 2026 wurde bekannt, dass die Beteiligung fast vergeben war 3 Millionen Dollar für den Kauf von etwa 1200 Apple MacBook Laptops (einschließlich Flaggschiff-Modelle, die auf M5 Max-Prozessoren basieren). Das Unternehmen bezeichnete dies als "Standardpraxis" für das Testen von Produkten, obwohl Apple am 25. Juni 2026 schließlich alle VK-Apps aus seinem Store entfernt hatte und auf die Einhaltung von Sanktionen verwies.
Was bedeutet das für die Nutzer?
Die VK-Haltung selbst erklärt, dass die neuen Beschränkungen den Betrieb ihrer Dienste in keiner Weise beeinträchtigen werden.
- Anwendungen: Diejenigen, die bereits auf dem iPhone installiert sind, funktionieren weiterhin, aber es wird nicht mehr möglich sein, sie über den App Store zu aktualisieren.
- Push-Benachrichtigungen: Besitzer von Apple-Geräten erhalten keine Benachrichtigungen mehr von VK-Diensten.
- Blockieren im Ausland: In einigen EU-Ländern (zum Beispiel in den Niederlanden und Litauen) haben Anbieter bereits begonnen, den Zugang zu VKontakte und Zen unter Berufung auf europäische Richtlinien zu blockieren.
Am russischen Aktienmarkt führten Nachrichten über Sanktionen zu einem Rückgang der VK-Aktien — Die Wertpapiere des Unternehmens sind derzeit um mehr als 1,6 % gefallen und entsprechen damit historischen Tiefs.
Was passiert mit SSL-Sicherheitszertifikaten?
Die technische Isolation von VK hat auch die grundlegende Sicherheitsinfrastruktur beeinträchtigt: Die IT-Community diskutiert, dass die Zertifizierungsstelle GlobalSign beginnt, Sicherheitszertifikate zu widerrufen (SSL) über die Ressourcen des Holdings. Diese Entscheidung steht im Zusammenhang mit einer Änderung der Haltung von GlobalSign zur Einhaltung des internationalen Sanktionsregimes.
Der Widerruf von SSL-Zertifikaten führt meist dazu, dass Browser beginnen, Seiten als "Unsicher" Oder den Zugang dazu komplett blockieren. Dies könnte für Nutzer der Webversionen von VK-Diensten ernsthafte Schwierigkeiten schaffen und ein weiteres Argument für die russischen Behörden für den Wechsel zu "inländischen" Verschlüsselungszertifikaten darstellen.
WICHTIG. Die Werbung für VK-Dienste und den MAX-Messenger in Europa verstößt gegen die EU-Sanktionsgesetze. Blogger, die sanktionierte Dienste bewerben, können in Europa Probleme haben, von der Blockierung von Konten bis hin zu administrativer und strafrechtlicher Haftung.

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