Der Berliner Verlag Blu Media Veröffentlicht von Jährlicher Sicherheitsindex Spartacus Gay Travel Index. Experten bewerteten 216 Länder und Gebiete anhand von 18 Kriterien: vom Vorhandensein der Ehegleichstellung bis hin zum Ausmaß des staatlichen Terrors.
Kurz gesagt: Was hat sich in einem Jahr verändert
- Island Zurück an der Spitze der Rangliste.
- Polen erzielte einen historischen Durchbruch und stieg um 59 Plätze auf einmal.
- Russland fällt weiter und steht am unteren Ende der Liste neben afrikanischen Diktaturen.
- Tschetschenien wird getrennt von der Russischen Föderation als einer der gefährlichsten Orte der Welt eingestuft.
Wer führt (und warum es keine Überraschungen gibt)
Der erste Platz wird zum zweiten Mal in Folge eingenommen von Island mit einer maximalen Punktzahl von 14. Dort ist die gleichgeschlechtliche Ehe seit 2010 legal, und die Rechte von Transgender- und Intersex-Personen sind auf verfassungsrechtlicher Ebene geschützt. Die zweite Leitung wurde gemeinsam genutzt Malta und Spanien. Zur Gruppe der Führungspersönlichkeiten gehören außerdem Belgien, Kanada, Portugal und Deutschland.
Phänomen des Jahres: Polens Durchbruch
Polen war der wichtigste Durchbruch 2026 und stieg von Platz 118 auf 59. Platz. Bis vor Kurzem war das Land "gleichbedeutend mit anti-schwuler Politik in der EU", doch die Situation änderte sich nach dem Machtwechsel radikal.
Was das beeinflusst hat:
- Politische Veränderungen: Die Ankunft von Donald Tusks Koalition und die Ernennung des ersten offen schwulen Mannes in die Regierung, des stellvertretenden Justizministers Krzysztof Szmiszek.
- Justizreformen: Im März 2025 vereinfachte der Oberste Gerichtshof Polens das Verfahren zur Änderung des Rechtsgeschlechts.
- Abschaffung der "Zonen": Alle kommunalen Beschlüsse zu "LGBT-freien Zonen" wurden im Land endgültig abgeschafft.
Gleichzeitig ist die gleichgeschlechtliche Ehe in Polen weiterhin verboten, aber Experten bewerteten die "Veränderung des Tons" und eine deutliche Abnahme der Staatsfeindseligkeit.
Russland: "Rechtlicher Extremismus"
Russland hat besetzt 202. Platz. Es steht in Gesellschaft von Nigeria, Katar, Turkmenistan und Südsudan. Seit 2023 ist das Land aufgrund der Anerkennung der "internationalen LGBT-Bewegung" als extremistisch und der Ausweitung des Verbots von "Propaganda" auf alle Altersgruppen um 25 Plätze zurückgefallen.
Tschetschenien wird in der Bewertung als separate Linie hervorgehoben und belegt 212. Platz. Die Situation queerer Menschen dort ist vergleichbar mit der in Afghanistan und Saudi-Arabien – Experten nennen es eine Zone des "Staatsterrors".
Was passiert im Rest der Welt
- Belarus (132. Platz): Formal ist das Land in der Rangliste gestiegen (von Platz 174), aber Experten nennen es "eine Verbesserung auf dem Papier". In Wirklichkeit wurden 2025 Massenrazzien und Drohungen durch die Sicherheitskräfte dokumentiert, und der Aktivismus wurde vollständig zerstört. Belarus ist nur deshalb aufgestiegen, weil andere Länder noch schlechter geworden sind.
- Ukraine (74. Platz): Sie gehört zur gleichen Gruppe wie Serbien und Albanien. Der Krieg hat die Rechte der LGBT-Soldaten verwirklicht, was die Agenda im Land beeinflusst.
- Nepal (32. Platz): Der größte Erfolg in Asien (+21 Positionen) ist der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zur Registrierung gleichgeschlechtlicher Ehen und den neuen Regeln zur Selbstidentifikation zu verdanken.
- Vereinigte Staaten (47.): Das Land hat einen "inneren Grenz"-Effekt – während New York oder Kalifornien den Schutz der Rechte ausweiten, wird die Umwelt in konservativen Bundesstaaten (Tennessee, Oklahoma) zunehmend feindselig.
Bewertungsübersicht: Osteuropa bleibt die heterogenste Region der Welt. Der Unterschied von 143 Positionen zwischen Polen und Russland beweist, dass das Sicherheitsniveau nicht von Geografie oder Kultur abhängt, sondern von der politischen Entscheidung der Behörden.

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