UK Amt für nationale Statistik (ONS) Veröffentlicht von Die Ergebnisse einer erstmals groß angelegten Analyse, die die traurige Vermutung vieler Menschenrechtsaktivisten bestätigte: die Lebenserwartung von Menschen, die sich als LGBT+ identifizieren, liegt im Durchschnitt ein Jahr unter der ihrer heterosexuellen Altersgenossen.
Inhaltsverzeichnis
Was sagen die Zahlen?
Laut Daten aus der Volkszählung 2021 und den Todesregistern in England und Wales ist die Lücke in der Lebenserwartung (berechnet ab dem Alter von 20 Jahren) wie folgt:
Männer: Für Vertreter der LGBT+-Gemeinschaft war diese Zahl 59,4 Jahre (nach dem Erreichen des 20. Lebensjahres), während für Heterosexuelle — 60,7 Jahre. Der Unterschied beträgt 1,2 Jahre.
Frauen: Der Abstand ist etwas kleiner, aber immer noch auffällig – 63 Jahre alt für LGBT+ vs 64 Jahre alt für heterosexuelle Frauen (Unterschied 0,9 Jahre).
Betrachtet man bestimmte Gruppen, lag die Lebenserwartung schwuler Männer bei 59,3 Jahren, verglichen mit 59,6 Jahren bei bisexuellen Männern. Lesbische und bisexuelle Frauen hatten Raten von 62,8 bzw. 62,9 Jahren.
Was ist der wahre Grund?
Es ist wichtig zu verstehen, dass die sexuelle Orientierung selbst kein biologischer Risikofaktor ist. Wie Laia Becares, Professorin für Sozialwissenschaften und Gesundheit am King's College London, hervorhebt, "Ein Risikofaktor ist, wie sexuelle Minderheiten in der Gesellschaft behandelt werden".
Forscher betonen, dass die Lücke in der Langlebigkeit auf soziale Gründe zurückzuführen ist:
- Diskriminierung und Ausschluss: Ständiger Stress durch gesellschaftliche Ablehnung wirkt sich direkt auf die Gesundheit aus.
- Zerstörerische Gewohnheiten: Die Erfahrung, auf Vorurteile zu stoßen, veranlasst Menschen oft dazu, zu rauchen und Drogen zu konsumieren.
- Todesursachen: Frühere ONS-Analysen haben gezeigt, dass LGB+-Personen häufiger an Suizid, alkoholbedingten Krankheiten und Drogenüberdosierungen sterben.
Unterstützen Sie unabhängigen Journalismus. Das ist kein Pop-up. Sie können weiterscrollen oder diese Benachrichtigung ignorieren
Doberman Media funktioniert ohne Investoren und Zuschüsse – nur dank Ihnen. Ihre Hilfe, auch wenn sie nur klein ist, ermöglicht es uns, unsere Arbeit fortzusetzen. Hilf uns zu überleben: Abonniere oder unterstütze einmal. Keine Möglichkeit zu spenden? Leite diese Nachricht einfach an einen Freund weiter.
Worüber schweigen die Statistiken?
Leider gilt dieser Bericht als "experimentell" und hat seine Einschränkungen. Zum Beispiel konnte das ONS aufgrund von "Unsicherheit in den Antworten" keine Daten zur Geschlechtsidentität (transgender und nicht-binäre Personen) in diese Analyse einbeziehen, wodurch einer der verletzlichsten Teile der Gemeinschaft zurückblieb.
Dennoch ist dieser Bericht ein wichtiger Schritt in Richtung der Anerkennung, dass Gleichheit der Rechte ist nicht nur eine Frage der Politik, sondern eine Frage von Leben und Tod. Wenn die Gesellschaft aufhört, das Anderssein zu stigmatisieren, wird dieses "verlorene Jahr" endlich zu denen zurückkehren, von denen Stress und Ungerechtigkeit es nehmen.



0 Kommentare
Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein — wir senden Ihnen einen Einmalcode. Ohne Passwörter und Konten.
Code gesendet an
Wenn die E-Mail nicht innerhalb weniger Minuten in Ihrem Posteingang erscheint, überprüfen Sie Ihren Spam-, Spam- oder Promotions-Ordner, da manche E-Mail-Dienste versehentlich automatisierte Nachrichten dort platzieren