In den letzten Jahren sind in der LGBTQ+-Community immer mehr Begriffe für Selbstdefinition aufgetaucht. Eines davon, das jetzt allen auf den Lippen liegt, ist "Omnisexualität" – besonders nachdem die Sängerin Kesha das Wort verwendete, um ihre Identität zu beschreiben.
Lassen Sie uns herausfinden, was hinter diesem Konzept steckt und warum die alten Definitionen für viele nicht mehr ausreichen.
Worum geht es hier?
Das Wort "omni" stammt aus dem Lateinischen omnis, was "alle" oder "alle" bedeutet. Ein Omnisexueller ist eine Person, die romantische oder sexuelle Anziehung zu Menschen aller Geschlechter empfindet. Dazu gehören nicht nur Männer und Frauen, sondern auch nicht-binäre Personen sowie das gesamte Spektrum der Geschlechtsidentitäten.
Was ist der Unterschied zwischen Omnisexualität und Pansexualität?
Auf den ersten Blick erscheinen diese Konzepte identisch, da beide die Anziehung zu allen Geschlechtern beschreiben. Es gibt jedoch einen grundlegenden Unterschied zwischen ihnen in der Wahrnehmung des Partners:
Pansexuelle Sie nennen sich oft "geschlechtsblind". Für sie ist das Geschlecht einer Person kein wesentlicher Faktor für das Entstehen von Mitgefühl.
OmnisexuelleIm Gegenteil, sie nehmen Geschlecht wahr und erkennen dessen Bedeutung an. Wie der Professor für angewandte Ethik, Luke Branning, erklärt, kann für einen Allgeschlechtspartner das Geschlecht eines Partners einer der Gründe sein, warum eine Person attraktiv wirkt, und nicht ein Faktor, der ignoriert wird.
Mit anderen Worten: Omnisexuelle können unterschiedliche Arten von Anziehung zu Mitgliedern unterschiedlicher Geschlechter empfinden: Zum Beispiel können sie sich unterschiedlich zu Männern hingezogen fühlen als zu Frauen oder nicht-binären Menschen.
Ist das nicht dasselbe wie Bisexualität?
Nicht wirklich. Obwohl moderne Menschenrechtsorganisationen Bisexualität weit gefasst definieren – als Anziehung zu mehr als einem Geschlecht –, wird der Begriff "Omnisexualität" zur größeren Genauigkeit verwendet. Omnisexuelle wählen diese Definition, um zu betonen, dass ihre Anziehung absolut ist Alle Identitäten, nicht nur ein Teil von ihnen.
Welche der Prominenten spricht offen darüber?
Das Interesse an dem Begriff stieg nach dem amerikanischen Popstar in die Höhe Kesha auf ihrem Profil auf der Dating-App Feeld "Omnisexualität" angegeben. Vertreter der Plattform stellten fest, dass nach diesem Schritt die Zahl der Nutzer, die dieselbe Identität wählten, deutlich gestiegen ist.
Weitere Beispiele sind:
- Amerikanischer Sänger Sophie B. Hawkins.
- Fiktive Figur — Hauptmann Jack Harkness aus der Serie "Doctor Who".
Warum brauchst du so viele schwierige Worte?
Experten und Aktivisten betonen, dass die Fülle an Begriffen nicht nur eine Mode oder ein Versuch ist, alles zu verkomplizieren. Es ist die Suche nach einer Sprache, um sehr unterschiedliche menschliche Erfahrungen zu beschreiben.
Sexualität ist viel komplexer, als es auf den ersten Blick scheint, und die traditionellen Kategorien "Schwarz und Weiß" sind nicht für jeden geeignet. Neue Konzepte wie Omnisexualität oder Abrosexualität helfen Menschen, ihre Bedürfnisse besser zu verstehen und diejenigen zu finden, die genauso empfinden.

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