Auf der ukrainischen nationalen Bildungsplattform "Diia.Osvita" (ein Projekt des Ministeriums für digitale Transformation) hat ein neues groß angelegtes Projekt veröffentlicht – eine 11-teilige Serie, die sich dem Leben, den Rechten und den Herausforderungen von LGBTIQ+-Personen in den Reihen der Streitkräfte der Ukraine widmet. Dieser Kurs war das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Veteranenorganisationen, Menschenrechtsverteidigern und dem Staat mit Unterstützung der Botschaft der Niederlande.
Warum ist das notwendig?
Das Hauptziel des Projekts ist Stereotype durchbrechen und helfen, eine gesunde Kommunikation innerhalb der Abteilungen aufzubauen. Die Autoren betonen: Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen und Identitäten dienen in der ukrainischen Armee, und die Effektivität der Einheit hängt direkt von gegenseitigem Vertrauen und Respekt ab. Diskriminierung hingegen untergräbt die Kampffähigkeit, indem sie Menschen zwingt, einen wichtigen Teil ihres Lebens zu verbergen, und sie von Kampfeinsätzen ablenkt.
Was steckt in der Serie?
Der Kurs besteht aus 11 Episoden, in denen Experten (darunter Asow-Veteranen und Verteidiger von Asowstal) die Grundkonzepte erklären:
- Wissenschaftlicher Ansatz: Warum sexuelle Orientierung keine Wahl oder "Propaganda" ist.
- Rechtlicher Schutz: Wie Antidiskriminierungsnormen in der ukrainischen Gesetzgebung funktionieren.
- Praktische Fähigkeiten: Wie man Mobbing erkennt, die richtige Terminologie verwendet und ein psychologisch sicheres Klima im Team schafft.
Die Serie richtet sich nicht nur an Kommandanten und Psychologen, sondern auch an Kadetten, Ärzte und gewöhnliche Bürger. Nach dem Anschauen kannst du einen Test ablegen und ein Zertifikat erhalten.
Kontext: Die ukrainische Gesellschaft verändert sich
Der Start eines solchen Produkts auf einer staatlichen Plattform spiegelt tektonische Veränderungen in der ukrainischen Gesellschaft wider. Laut aktuellen Umfragen 68% украинцев положительно относятся к участию ЛГБТ-людей в защите страны. Для сравнения: если в 2016 году равные права для ЛГБТ поддерживали лишь 33% респондентов, то в 2024 году этот показатель вырос до 70%.
Auch der Präsident der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, unterstützte einen offenen Dialog zu diesem Thema und sagte: "Wir stehen hier alle an Ihrer Seite, wir verteidigen den Staat. Wir sind gleich und haben absolut dieselben Rechte, trotz aller Vorurteile von Menschen aus dem 15. Jahrhundert."
Was kommt als Nächstes?
Trotz der Fortschritte steht das LGBT+-Militär weiterhin vor systemischen Herausforderungen, von denen die wichtigste ist Das Fehlen der Institution der eingetragenen Partnerschaften. Dadurch wird ihnen die Möglichkeit genommen, Partner auf der Intensivstation zu besuchen, medizinische Entscheidungen für einen geliebten Menschen zu treffen oder im Todesfall staatliche Unterstützung zu erhalten.
Dennoch ist das Entstehen des Kurses "Diia.Osvita" ein klares Signal dafür, dass Inklusion Teil der neuen militärischen Kultur der Ukraine wird. Wie die Autoren der Serie anmerken, ist eine starke Armee eine Armee, bei der jeder an seinem Platz ist und die einzige Ideologie der Sieg ist.

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